Grimmler will im Bereich zwischen dem Steinbruch Schicker und dem Ortseingang sowie ortseinwärts entlang der Hainbergstraße den Verkehr ausbremsen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit bis zum Ortschild soll von bisher 100 auf 50 Stundenkilometer und innerorts von 50 auf 30 km/h beschränkt werden, erklärte Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) am Montagabend im Medienraum der Volksschule.

Grimmler begründete seinen Wunsch durch das vermehrte Bruchaufkommen in den letzten Jahren, wodurch der Schwerverkehr enorm zugenommen habe. Durch die Absenkung der gefahrenen Geschwindigkeit solle eine Reduzierung der Lärm- und Staubbelästigung erreicht werden.

Weiterhin weist der Antragsteller darauf hin, dass viele Kinder und auch Senioren die Hainbergstraße als Hauptverkehrsweg benutzen, um in die Stadt und zur Schule zu kommen sowie die Bushaltestellen zu erreichen.
Adolf Hildner (CSU) merkte an, dass Laster auf Land- und Gemeindeverbindungsstraßen sowieso nur 60 Stundenkilometer fahren dürften. Dreck, Staub und Lärm schrecke Bauwillige und Gewerbetreibende ab - "und das geht zu weit".

Sein Fraktionskollege Harald Hempfling wollte wissen, wie schnell die Lkws überhaupt fahren. "Um das zu erfahren, muss im Vorab die Geschwindigkeit doch erst einmal gemessen werden", betonte Hempfling.
Wolfgang Martin (SPD/OL) plädierte dafür, grundsätzlich 30 Stundenkilometer einzuführen.

"Die Hainbergstraße ist ein Hauptzubringer, und da verbietet sich Tempo 30", sagte Franz-Josef Hempfling (CSU). Und Klaus Heiß (CSU) unterstrich: "Der Steinbruch wird 100 Jahre alt, er läuft auf hohem Niveau, und unsere Stadt Stadtsteinach lebt von der Gewerbesteuer. Die Leute haben alle erst gebaut, nachdem der Bruch da war. Ich bin deshalb strikt dagegen, über diesen Antrag zu entscheiden."

"Den Hartsteinwerken Schicker ist daran gelegen, mit den Bewohnern gut auszukommen und deshalb bemüht, einen Konsens mit den Nachbarn zu finden. Es gibt die Aussage, dass das Steinbruchunternehmen mit Tempo 30 klar kommt", betonte Bürgermeister Wolfrum.

Andy Sesselmann (FW) schlug vor, das Ortsschild 100 Meter weiter raus zu setzen, damit die Fahrzeuge vor Beginn der Siedlung abbremsen. "Mit dem Laster fährst du da keine 50 km/h", sagte Wolfgang Heiß (CSU). Außerdem handele es sich bei der Hainbergstraße um eine Gemeindeverbindungs- und keine Siedlungsstraße.
Knud Espig (SPD/OL) betonte: "Die Bürger dort haben eine hohe Belastung und das Anrecht, dass diese minimiert wird. Es gibt bereits ein gutes Einverständnis zwischen dem Steinbruch und den Bürgern. Der Antrag gehört vernünftig behandelt und nicht abgekanzelt."

Der Stadtrat vertagte am Montag eine Entscheidung über den Grimmler-Antrag. Erst einmal werden in den nächsten Wochen die Geschwindigkeiten gemessen.

Eine Entscheidung fällt der Rat in seiner Julisitzung.