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Trebgast
Vermisstensuche endet tragisch

Nach Drama an fränkischem Badesee: Ursache für den Tod eines Familienvaters und seiner Tochter (4) steht fest

Ein junger Familienvater und seine kleine Tochter sind in Oberfranken tot aus einem Badesee geborgen worden. Nach einer großangelegten Suchaktion wurden die Leichen der beiden aus dem Wasser geborgen. Inzwischen steht auch die Ursache für den Tod fest.
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Fassungslosigkeit und traurige Gewissheit nach stundenlanger Vermisstensuche in Oberfranken am Donnerstag (25. Juni 2020): Am Trebgaster Badesee in der Nähe von Kulmbach wurden die Leichen eines 27-jährigen Vaters und seiner vierjährigen Tochter geborgen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet, wurden die beiden gegen 18 Uhr von einem Polizeiboot mit Sonar aufgespürt. 

Ein Taucher der Feuerwehr Nürnberg barg die leblosen Körper aus dem Wasser. Notärzte begannen umgehend mit der Wiederbelebung, jedoch ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei Bayreuth hatte die Ermittlungen aufgenommen und die Staatsanwaltschaft Bayreuth eine Obduktion veranlasst. Den Ergebnissen zufolge sind die beiden ertrunken.

Trebgaster Badesee bei Kulmbach: Vater und vierjährige Tochter tot aufgefunden

Am Donnerstag (25. Juni 2020) gegen 11 Uhr war der Vater mit der Vierjährigen in Nähe des Sees unterwegs, während seine Frau mit dem Kleinkind auf dem weitläufigen Gelände zurückblieb. Als die beiden gegen 13.30 Uhr immer noch nicht zurück waren, verständigte die Frau die Polizei. Bereits im August 2018 galt eine 22-jährige Studentin am Trebgaster Badesee zunächst als vermisst, ehe sie nach stundenlanger Suche tot aus dem See geborgen wurde. 

Die Ehefrau, ihr Kind und weitere Angehörige wurde bereits zum Start der Suchaktion am Nachmittag von einem Kriseninterventionsteam betreut. Beide erlitten einen Schock und wurden nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der News5  weiterhin betreut. Weit über 100 Einsatzkräfte waren an der Suchaktion beteiligt: Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Wasserwacht waren vor Ort. Ein Polizeihubschrauber unterstützte den Einsatz aus der Luft. Taucher der örtlichen Wasserrettung und speziell ausgebildete Taucher der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Berufsfeuerwehr Nürnberg waren ebenfalls beteiligt.

Der Trebgaster Bürgermeister hat sich im Zuge dessen auch zu dem Vorfall und der Berichterstattung geäußert. Eine Badeaufsicht hätte nicht das gesamte Areal beaufsichtigen können, sagte Bürgermeister Herwig Neumann (CSU/NWG) gegenüber dem "Nordbayerischen Kurier".  Denn der Badesee teile sich in zwei Bereiche auf, von denen nur einer offiziell von Bademeistern beaufsichtigt werde. Auch sei nicht immer eine Aufsicht vor Ort, darauf werde am Eingang deutlich hingewiesen. Am Tag des Unfalls sei das Wetter nicht einladend genug gewesen. 

Trauer im Kreis Bayreuth: 27-Jähriger galt als Ausnahmefußballer

Fassungslosigkeit und Trauer herrschen nach dem tragischen Unglück auch im Landkreis Bayreuth. Dort spielte der 27-Jährige im Amateurbereich Fußball, wie anpfiff.info berichtet. Der Mittelfeldspieler galt demnach als herausragender Fußballer im Spielkreis sowie als vorbildlicher und allseits beliebter Sportsmann. "Ich habe eben gerne den Ball am Fuß", hielt der Bayreuther vor vier Jahren in einem anpfiff-Interview fest.

Im Laufe der Jahre hat sich der Ausnahmefußballer nicht nur viel Achtung erworben, berichtet das fränkische Lokalfußball-Portal. Es haben sich für ihn außerdem viele Freundschaften in der Bayreuther Fußballfamilie entwickelt.

Traueranzeigen aus der Region finden Sie auf trauer.inFranken.de

Der Fußballverein des Verstorbenen hat sich bislang noch nicht zum tragischen Vorfall geäußert. Dafür allerdings ein anderer Club. Er "war in der Bayreuther Fußballszene ein äußerst beliebter Mit- aber auch Gegenspieler", heißt es von Seiten des "TSV 07 Bayreuth-St. Johannis". Viele Spieler des Vereins hätten mit dem 27-Jährigen in der Vergangenheit zusammen gespielt, so der Verein in einer Stellungnahme. "Unser aufrichtiges Beileid gilt der Familie und den Sportkameraden."