Die besten Junghandwerker Oberfrankens hat gestern die Handwerkskammer ausgezeichnet. Sie wurden in 43 verschiedenen Ausbildungsberufen ermittelt. Hintergrund der Auszeichnung ist der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks, der im Jahr 2014 zum 63. Mal durchgeführt worden ist. Zwei der Sieger kommen aus dem Landkreis Kulmbach: Katharina Gernet aus Thurnau und Lukas Mohr aus Kulmbach.


"Ein super Ergebnis"


HWK-Präsident Thomas Zimmer gratulierte den jungen Gesellen: "Wir können heute 17 Kammersiegerinnen und 26 Kammersieger ehren. Elf errangen den Landes-Titel, einer wurde Bundessieger und eine erreichte den ersten Platz im Bundeswettbewerb Gute Form.
Ein super Ergebnis, auf das Sie stolz sein können - wir sind es auf jeden Fall!"

Den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks könnte man in einem Vergleich aus dem Bereich des Sports als die Olympischen Spiele der dualen Ausbildung im Handwerk bezeichnen. Die Disziplinen seien vielfältig, jede habe ihren eigenen Reiz. Die Teilnehmer müssten in der Regel drei Lehrjahre lang trainieren, Normen erfüllen und sich qualifizieren.


Schweißtreibend und "häufig richtig anstrengend"


Der Weg an die Spitze ist Zimmer zufolge schweißtreibend und "häufig richtig anstrengend", und am Ende könne nur einer ganz oben stehen.

"Als Sieger des Leistungswettbewerbs sind Sie durch eine harte Prüfung gegangen, mussten sich zuerst auf Innungsebene, später im Kammerbezirk und viele auch auf Landes- und selbst auf Bundesebene beweisen", fuhr der Präsident fort. "Sie haben allen Grund, erhobenen Hauptes durch das Leben zu gehen, denn Ihre Erfolge tragen dazu bei, in der gesamten Wirtschaftsgruppe Handwerk Stolz und Ehrgeiz zu wecken."

Zimmer gratulierte auch den Ausbildern in den Betrieben, den Lehrkräften an den Berufsschulen und den Ausbildern in den Berufsbildungs- und Technologiezentren der Handwerkskammer. Er ermunterte alle Sieger zum lebenslangen Lernen: "Es ist wichtig, dass Sie in Ihrem Beruf am Ball bleiben. Stellen Sie sich auf veränderte Arbeitswelten ein, öffnen Sie sich für neue Techniken und Methoden, lernen Sie ständig neue Materialien und Prozesse kennen. Also - bleiben Sie neugierig."


Meister sind gefragte Fach- und Führungskräfte


Auf alle Herausforderungen im Berufsleben bereite die jungen Leute die Meisterprüfung vor. Meister seien gefragte Fach- und Führungskräfte und anerkannte Ausbilder. "Der Meisterbrief ist der perfekte Start in eine Tätigkeit als selbstständiger Unternehmer. Und auch die bayerischen Universitäten und Hochschulen sind für sie uneingeschränkt geöffnet."