Donnernder Beifall für den amtierenden Bürgermeister Dietmar Hofmann als einstimmig nominierten Kandidaten für das höchste kommunale Amt in Thurnau.: Hofmann (SPD/OL) hatte bei der Nominierungsversammlung zuvor darauf verwiesen, dass er dafür der beste Mann ist. Auch die Liste der SPD/Offene Liste Thurnau für die Gemeinderatswahl am 16. März wurde einstimmig verabschiedet. Sie wurde in allen Wortbeiträgen als ideal bezeichnet, mit einer guten Mischung von Parteifreien und SPD-Genossen aus verschiedenen Ortsteilen, jungen Hoffnungsträgern und einem erfreulichen Frauenanteil.

"Zehn spannende Wochen"

"Es werden spannende zehn Wochen bis zur Wahl. Ich werde mich aber zu persönlichen Angriffen nicht herablassen, obwohl ich seit Monaten persönlich attackiert werde", sagte Hofmann.

Er baue auf das Erreichte seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2008. "Für mich sprechen die Tatsachen." "Was war Thurnau damals?, fragte er und gab sogleich die Antwort: "Eine Lachnummer, die Zeitungen voll von Berichten über Zank und Streiterei." Es sei ihm gelungen, innerhalb kürzester Zeit die Wogen zu glätten, wieder für eine normale Streitkultur zu sorgen, endlich positive Schlagzeilen zu produzieren.

Bis heute seien der Schuldenstand um 2,5 Millionen Euro abgebaut und trotzdem Investitionen von vier Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit des Marktes getätigt. "Das ist die Botschaft, die wir hinaustragen müssen in die Bevölkerung."

"Die CSU hatte Zeit"

Der Kandidat für eine zweite Amtsperiode erhielt spontan Unterstützung von Joachim Rabold: "Dietmar, Du hast nur einen großen Fehler, Du bist zu bescheiden. Liste doch mal das viele Gelungene schriftlich auf und gebe das den Leuten zur Kenntnis. Er lasse sich von niemandem Versäumnisse oder Fehlentwicklungen vorwerfen, "schon gar nicht von jenen, die uns die damalige Misere eingebrockt haben", stellte der Bürgermeister fest.

"Gerade die CSU hatte sechs Jahre Zeit, all das umzusetzen, was sie immer wieder gebetsmühlenartig fordert."
Ein Wort verlor das amtierende Gemeindeoberhaupt auch noch zu den Themen Kunst und Kultur. Er habe dafür eine Menge getan, "für mich ist und bleibt dieser Bereich ein ganz entscheidender, weicher Standortfaktor, eine Gelegenheit, das Image unserer Gemeinde weiter zu verbessern". Eine Veränderung an der Rathaus sei nicht nötig, sagte Dietmar Hofmann, der mit Blilck auf die bevorstehende Kommunalwahl auch von einer "bärenstarken" Liste sprach. "Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere harte Arbeit auszahlen wird und die Bürger das belohnen."

Der "geeignetste Mann"

Der parteilose Gemeinderat. Volker Seitter stellte "unseren Bürgermeisterkandidaten zusammen mit der SPD" als den geeignetsten Mann heraus, bedauerte die unsachliche Kritik gegen ihn. "Wir brauchen Dietmar Hofmann und keinen Facebook-Bürgermeister oder Facebook-Wahlkampf." Die Liste mit zehn Parteilosen und sechs SPD-Leuten bezeichnete er als "Ausdruck der Leidenschaft zum Wohle von Thurnau". Als Beauftragter für den Wahlvorschlag erhielt Klaus Klink (SPD) das Vertrauen.