Der Königsgruß der Kulmbacher Gilde fasst in wenigen Worten treffend zusammen, was das Schützenwesen bis heute so besonders macht. "Kameradschaft wird bei uns gepflegt und Solidarität gehegt. Die Tradition wir in die Zukunft tragen, all das sind für uns keine Fragen. Solang wir diese Werte leben, sind unsere Wege grad und eben."

Dieser Gruß galt natürlich auch Thomas Stöcker, dem neuen Regenten der Königlich Privilegierten Schützengilde, der mit einem 51,03-Teiler die Königswürde errang.

"Es ist einfach eine Ehre"

Mit seinen 41 Jahren schaffte es Thomas Stöcker bereits zum zweiten Mal, Gilde-König zu werden. "2011 war ich schon einmal der Hauptkönig unserer Schützengilde. Ich schieße auf die Königsscheibe ganz normal wie auf jede andere Scheibe. Ich halte also nicht drauf oder schieße bewusst schlecht."

Beim Königsschuss sei immer etwas Glück mit im Spiel - "und bei uns ist es ja so, dass der König auch etwas Unterstützung vom Verein bekommt". Es sei einfach eine Ehre, die Königswürde zu erringen. "Auf den Erfolg bin ich auch ein wenig stolz. Beim Wettkampf wusste ich schon, dass es ein guter Schuss war, mehr aber nicht", so Thomas Stöcker.

Der Maschinenbaumechaniker gehört der Schützengilde Kulmbach seit über zehn Jahren als aktives Mitglied an.

Bei der Proklamation und der Preisverteilung des Hauptschießens dabei war auch eine Abordnung aus Lindach.Die Freundschaft zu den oberösterreichischen Schützen hält schon über 50 Jahre. Gilde-Vorsitzender Hans-Peter Gäbelein bezeichnete die Verbindung als Freundschaft zwischen der Perle des Salzkammergutes und der Hauptstadt des Bieres.

169 Teilnehmer

169 Schützen aus 25 Vereinen beteiligten sich am Hauptschießen, das nach den Worten von Gäbelein ein wesentlicher Bestandteil der Schützenkultur ist: "Ich danke jedem Verein, der ein Hauptschießen durchführt und damit vielen unserer Schützen eine Plattform des sportlichen Vergleiches und der Geselligkeit gibt." Unter der Federführung des 2. Schützenmeisters Karl Heidl waren rund 20 Helfer im Einsatz.

Auf den neuen Schützenkönig "Thomas dem Zweifachen" folgte ein donnernder dreifacher Königssalut.
Für die Stadt Kulmbach würdigte Stadtrat Horst Zahr (CSU) die engagierte Arbeit des Vorsitzenden Hans-Peter Gäbelein, der nicht nur Kulmbach, sondern in den höchsten Gremien des Bayerischen Schützenbundes Verantwortung übernehme.

Röhrleinshof noch im Gespräch

Sein Projekt, im Röhrleinshof ein bayerisches Schützenzentrum entstehen zu lassen, sei nach wie vor im Gespräch, so Horst Zahr. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Es darf also gehofft werden.