Auf der Theaterbühne wimmelt es nur so von ungewöhnlichen Charakteren: Da wäre der schüchterne, schrullige und stotternde Erfinder, die unreinliche Geisterbeschwörerin, die Leiche, die dem Gruselkabinett von Dr. Frankenstein entfleucht zu sein scheint, oder die Dame, die beim Genuss von Hochprozentigem zur Femme Fatale wird.

Silvia Wagner, die Geisterbeschwörerin, geht in Ihrer Rolle vollkommen auf: Herrlich, wie sie in zornigen Momenten ihre Augen hervortreten lässt, oder verdrießlich den Mund verzieht!

Drollig: Michael Schmidt als stotternder Erfinder, der immer wieder aufs Neue für Heiterkeit sorgt. Verschämt guckt der Danndorfer, der ein Abonnement auf originelle Rollen hat, zur Seite, schüchtern zieht er an seiner Kleidung und schlägt mit seinem Gestotter der Erwartung der Besucher ein Schnippchen: Alle Welt wartet schon auf den "Vi-Vi-Vibrator", doch denkste, der Vi-Vi-Videorekorder ist das
Resultat!

Zum Schluss geht es immer turbulenter zu, überschlagen sich die Ereignisse, fängt bald jeder an zu stottern. Die Leiche entpuppt sich als quicklebendiger Geheimagent und Liebesgott Amor sorgt dafür, dass jeder Deckel seinen Topf findet.

Mit dieser herrlich überdrehten Komödie beweisen die "Brandstifter" wieder einmal, dass ihnen 08/15-Stücke nicht liegen. "Wir haben eine Faible für unkonventionelle Komödien, weil sie vom Humor her am meisten bringen", sagt Regisseur Wagner. Die rund 200 Zuschauer scheinen das ähnlich zu sehen und belohnen die Darsteller mit viel Gelächter.

Weitere Vorstellungen:

Samstag 3. Mai (19.30 Uhr)
Sonntag, 4. Mai (17 Uhr)
Freitag, 9. Mai (19.30 Uhr)
Samstag, 10. Mai (19.30 Uhr)