Überall waren am Wochenende die Sternsinger unterwegs.
Mit dem traditionellen Segensspruch "Christus mansionem benedicat" haben Sternsinger aus den Pfarrgemeinden St. Hedwig und Unsere Liebe Frau das Kulmbacher Rathaus unter Gottes Schutz gestellt.

Mit einem Gedicht und einem Lied erbaten die Sternsinger Gottes Segen für das Rathaus und alle, die darin ein und aus gehen. Das Motto der diesjährigen Sternsinger-Aktion heißt "Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit".

"Ich finde es klasse, dass ihr in euren Ferien die Zeit opfert und euch für bedürftige Kinder einsetzt", bedankte sich Oberbürgermeister Henry Schramm bei den jungen Sternsingern. Ebenso dankte das Stadtoberhaupt den Pfarrgemeinden St. Hedwig und Unsere Liebe Frau sowie den Eltern, die diese Tradition unterstützen und fortführen.


Besuch beim Landrat

Auch Landrat Klaus Peter Söllner hatte Besuch von den Sternsingern der gleichen Pfarreien. Über 20 in prächtige Gewänder gehüllte Kinder und Jugendliche konnte der Landrat im Sitzungssaal begrüßen. Nach der traditionellen Segensspende machten sie sich auf den Weg in die Stadt, um Spenden für notleidende Kinder in der ganzen Welt zu sammeln. Söllner ließ es sich nicht nehmen, eine Spende in Namen des Landkreises zu übergeben.

Dass Ökumene und Integration bereits im Kindesalter miteinander vereinbar sind und zudem sehr viel Gutes erreichen können, bewiesen die Sternsinger der Pfarrei Wartenfels. Nicht weniger als 34 Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren waren mit großem Eifer an drei Tagen in Wartenfels, Rugendorf und den dazugehörigen Ortsteilen unterwegs, um Spenden zu sammeln.

Acht Gruppen von Sternsingern aus der katholischen Pfarrei Wartenfels zogen mit ihren evangelischen Freunden aus Rugendorf sowie zwei muslimischen Flüchtlingskindern aus Aserbaidschan von Haus zu Haus. Mit dem großartigen Sammelergebnis von über 4400 Euro wurde sogar das gute Vorjahresergebnis übertroffen. Pfarradministrator Godfryd Mizerski dankte den fleißigen Sternsingern und großzügigen Spendern, aber auch dem Organisationsteam.

24 Sternsinger, verteilt auf sieben Gruppen, zogen am Dreikönigstag nach dem Aussendegottesdienst in der Ludwigschorgaster St.-Bartholomäus-Kirche von Haus zu Haus. Singend brachten die Kinder den Segen in die Wohnungen, schrieben mit Kreide "20*C+M+B+18" an die Türen und sammelten Spenden in Höhe von 3041 Euro.

In sieben Gruppen zogen die Sternsinger durch Untersteinach und dessen Ortsteile Gumpersdorf und Hummendorf. In der Untersteinacher Filialkirche Mariä Heimsuchung entsandten Pfarrer Wolfgang Eßel und Pastoralreferent Klaus Oberkofler die Kinder, um in den Häusern um Spenden zu bitten. Am Ende hatte sich die Aktion mehr als gelohnt. Mit 4100 Euro stand ein Rekordsammelergebnis zu Buche.


15 Orte in zwei Tagen besucht

Auch die Ministranten der katholischen Pfarrei St. Michael Mainroth klopften bei ihren Mitmenschen an und hinterließen die tSegensbitte "Christus mansionem benedicat" an den Türen. Auch in diesem Jahr wurden sie von Kindern aus der Pfarrgemeinde unterstützt. Somit konnten wieder sechs Gruppen für den zweitägigen Einsatz im Dienst der guten Sache gebildet werden. Bei der Aussendungsfeier am 5. Januar übergab ihnen Diakon Herbert Mayer die geweihte Kreide und den Weihrauch und entsandte sie in die 15 Ortschaften des Pfarrsprengels.

Alle Sternsinger nahmen am Dreikönigstag am Sonntagsgottesdienst teil, den Pater Bonifaz Suhak zelebrierte. Mit ihren bunten Gewändern boten sie beim feierlichen Einzug und beim Altardienst einen beeindruckenden Anblick. Pater Bonifaz sandte sie an diesem Tag nach Mainroth und Mainklein aus. Im Verlauf der Eucharistiefeier segnete er traditionsgemäß Salz und das Dreikönigswasser.
Am 6. Januar waren 28 Kinder in neun Gruppen in Himmelkron, Lanzendorf und Gössenreuth unterwegs und haben 6099,19 Euro für das Kindermissionswerk gesammelt.


Die Kleinen sind schon wichtig

Nach dem Segen durch Pfarrvikar Pawel Hardey in der St.-Jakobs-Kirche Marktschorgast zogen am Dreikönigstag 37 Buben und Mädchen als Sternsinger gekleidet mit elf Begleitern von Haus zu Haus und reimten: "Nun öffnet die Türen, die Tore macht weit. Es ist, wie ihr seht, wieder Sternsingerzeit! Wir sagen den Spruch, wir tragen den Stern, wir bringen den Segen. Das mag jeder gern. Für uns hat sich Gott ganz klein gemacht. Er wurde geboren als Kind in der Nacht. Er zeigt uns, dass Leben ganz klein beginnt und dass auch die Kleinen schon wichtig sind." Pfarrvikar Hardey holte die Sternsinger, die sich zum Ankleiden zuvor im Pfarrsaal getroffen hatten, ab.

Mit dem Segen Gottes und des Pfarrers Thomas Muttan wurden nach dem Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Marien in Neudrossenfeld 17 Sternsinger ausgesandt. Sie sammeln im Hauptort, den Ortsteilen und im Seniorenheim Rotmaintal für Kinder in der Not.red