"Sterneküche durchgedreht" heißt die neue Koch- und Late-Night-Show, mit der der Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann 2012 in ganz Deutschland auf Tour geht. Der Auftakt findet am 3. Januar in Rosenheim statt. Am 7. Januar gastiert Herrmann in Bamberg, am 14. Januar in Hof.

Sein Talent zum Entertainer hat Alexander Herrmann in vielen Fernseh-Kochshows unter Beweis gestellt. In seiner eigenen Produktion wird der Wirsberger Kochtipps geben, aber auch allerhand Anekdoten und Kuriositäten servieren. Er zeigt Bilder von Pannen, die sich bei TV-Sendungen ereignet haben, garniert das mit jeder Menge Live-Musik und kuriosem Filmmaterial aus dem Internet.

Die Testphase

Sechs Live-Tests hat es bereits gegeben. Herrmann hat dabei vor meist über 1000 Zuschauern viel probiert, seine Show konzipiert und justiert. Drei Stunden lang will er seine Gäste nun ab Januar mit auf eine Reise durch die Welt der Sterneküche nehmen. Regie führt Arnd Schmikat, der als Schauspieler aus dem Kinofilm "Ottos Eleven" bekannt ist. Vor dem Auftakt zur Tournee, die im kommenden Jahr 20 bis 25 Termine in ganz Deutschland vorsieht, hat sich Alexander Herrmann unseren Fragen gestellt.

Herr Herrmann, der Start Ihrer Live-Tour "Sterneküche durchgedreht" erfolgt am 3. Januar in Rosenheim. Fiebern Sie dem schon entgegen?
Alexander Herrmann: Ja, ich kann es wirklich kaum mehr erwarten, wieder auf der großen Livebühne zu stehen. Wir haben bereits Anfang 2012 sechs Shows gehabt. Die haben mir Lust auf mehr gemacht. Die Begeisterung der Zuschauer war überwältigend.

Was ist das Besondere der Show?
Dass es gefühlt alle fünf bis acht Minuten einen kompletten Wechsel in Rhythmus und Inhalt gibt. Nach einem Kochblock folgt ein Musikpart, danach zeigen wir superwitzige Internet-Fundstücke. Dann wird wieder gekocht, es folgen Anekdoten aus der Sternegastronomie im Stand-up-Comedy-Stil.

Sie benötigen viel Bühnentechnik. Mit einem Herd allein wird es nicht getan sein?
Das hatte ich anfangs unterschätzt. Logistik und Organisation sind immens. Zwei Kochblöcke, Küchenmöbel und alle Geräte immer auf- und abzubauen und technisch zu checken, das ist schon eine Aufgabe. Die Kameratechnik ist ein wichtiger Punkt. Ohne Handkamera, die die Kochaktion live auf eine Großbildleinwand überträgt, und eine weitere feste Kamera würde es nicht gehen. Wir haben fast ein TV-Kochstudio-Niveau.

Warum wurde eine Band in die Show integriert?
Wir wollten ja eine "Koch-Late- Night-Show" machen, die Boulevardthemen, Aktuelles und Talk vereint. Eine Liveband ist ein wichtiger Bestandteil. Nicht nur um den Zuschauer zu unterhalten, sondern auch, um sich in die Show einzubringen mit spontanen Aktionen, Feedbacks und Interaktionen. Das macht mit Bastian Pusch und seiner Band extrem viel Spaß.

Sie werden bei Ihrer Deutschland-Tour von der Kulmbacher Brauerei unterstützt. In welcher Form?
Es ist toll, dass wir für die Tour einen Partner aus der Heimat an der Seite haben. Das freut uns ganz besonders, gerade da auch Brauereien aus dem Bereich unseres unseres Veranstalters aus Hamburg Interesse hatten. Wir haben hier aber auf Kulmbach bestanden. Oberfranken ist ein Biermekka, und das wollen wir auf der Tour zeigen. Es werden bei der Show Biersorten aus dem Hause Kulmbacher auf der Bühne präsent sein.

Sie sind in der ganzen Bundesrepublik unterwegs. Wie schaffen Sie es, das mit der Arbeit im eigenen Hotel und Restaurant in Wirsberg in Einklang zu bringen?
Im Januar finden die regulären Liveshows statt, im Februar dann noch einige Exklusivshows in den Palazzo-Zelten. Daher konzentriert sich der zeitliche Hauptaufwand auf den Januar. Das wurde bewusst so ausgewählt, da dies gastronomisch ein traditionell eher schwacher Monat ist.
Zudem ist es so, dass ich in Wirsberg - genau wie für Fernsehauftritte - über Jahre ein funktionierendes Team aufgebaut habe, mit dem alles bestens organisiert ist.