"Man muss sich wundern, was alles im Bach landet", sagt Robert Dütsch von der Stadtsteinacher Soldaten kameradschaft. Allerdings sei es bei den ersten Reinigungsaktionen an Stadtsteinachs Bach- und Flussufer noch viel schlimmer gewesen: "Am Anfang haben die Säcke nicht ausgereicht", erinnert sich Dütsch.

Er und weitere freiwillige Helfer von Stadtsteinacher Vereinen und Institutionen haben am Samstag wieder mit angepackt. Und so allerlei Müll und Dreck gesammelt. Als richtige Landplage erweisen sich die Einweg-Kaffeebecher "Wir haben so viele gefunden, das ist nicht normal", schimpft Carmen Reuther. Auch Max Greim vom Gartenbauverein pickt mit seinem Rechen einen "Coffee-to-go"-Becher nach dem anderen auf.

"Man wundert sich, was die Leute alles so wegschmeißen", erklärt Frank Kuhn vom Gartenbauverein, der schon zum vierten Mal mitmacht. "Die Bachreinigungsaktion ist einfach eine gute Sache." Das sehen auch die anderen Stadtsteinacher Vereine so. Die Feuerwehr stellt mit mehr als 15 Freiwilligen wieder die stärkste Truppe.

Niko Felekidis fischt ein Ziegenskelett samt Kopf aus dem Bach. Sepp Madl entdeckt einen Teppich, und Adolf Hildner vier ausrangierte Reifen. "Mitten auf der Wiese lag ein Leitpfosten", berichtet Reinald Kolb vom Frankenstammtisch. Franz Schübel regt an, "bei den Bänken am Bahndamm Richtung Hummendorf Abfallbehälter aufzustellen". Hier seien Bierflaschen, Bananenschalen und allerlei Müll rumgelegen.

Bürgermeister Roland Wolfrum dankte den Helfern mit einer Brotzeit. "Wir könnten so eine großangelegte Aktion sonst nicht machen", betont er. Sein Vorschlag: Nächstes Jahr solle die Aktion auf die Spielplätze ausgedehnt werden.