Gleich 15 Eier bekamen die Bayreuth Tigers in der DEL 2 über die Ostertage ins Nest gelegt. Sowohl am Samstag als auch am Montag setzt es für die Bayreuther deutliche Niederlagen - und das gegen Teams, die ebenfalls im Tabellenkeller zu finden sind.

DEL 2

EV Landshut - Bayreuth Tigers 8:2 (3:1, 2:0, 3:1)

Mit jeweils 15 Feldspielern gingen beide Teams am Ostermontag in die Partie, die für die Gastgeber durch Mühlbauer schnell die erste Chance bereit hatte. Bei einer Strafe nach drei Minuten, als Gabriel Zimmermann in die Bande nagelte, zogen die Tigers ein gutes Powerplay auf, bei welchem sie fast die kompletten zwei Minuten im Angriffsdrittel agierten - allerdings ohne Erfolg. Auch Bindels, der einen schnellen Konter fuhr, nutzte - noch leicht bedrängt von einem Gegenspieler - seine Möglichkeit in diesem Abschnitt nicht.

Nach neun gespielten Minuten erhöhte Landshut den Druck - aber Herden vereitelte stark gegen O'Brien. Das anschließende, umkämpfte Bully nutzte Mühlbauer, der an die Scheibe kam und aus der Drehung zur Führung einschoss. Kurz darauf nahm der Torschütze einen langen Pass von Hofbauer auf, leitete diesen schnell und geschickt auf Forster weiter, der auf 2:0 stellte. Genau elf Sekunden dauerte ein Powerplay des EVL, bis O'Brien dieses mit dem 3:0 für seine Farben wieder beendete. Den wichtigen Anschlusstreffer der Tigers erzielte nach 17 Minuten Järveläinen von der blauen Linie, als kurz zuvor Gron noch gescheitert war.

EVL wechselt Torhüter aus

Zum Anfang des zweiten Drittels machte Pätzold im Tor der Landshuter für Hübl Platz. Gleich zu Beginn wurde dieser auf die Probe gestellt, als Gron einen Pass der Landshuter an der eigenen blauen Linie abfing, auf den neu im Tor stehenden Goalie der Niederbayern zulief und knapp scheiterte. Vielleicht hätten sich die Bayreuther in diesem Augenblick das Momentum zu sich holen können.

Stattdessen kam es anders: Mehr oder weniger im Gegenzug brachte Laaksonen eine hochspringende Scheibe aus der Luft mit der Rückhand zum 4:1 im Tor unter. Für die Gäste lief es ohnehin bescheiden, und dann kam auch noch Pech dazu: Eine von der Bande zurückspringende Scheibe landete bei Mühlbauer, der schnell reagierte und den nächsten Treffer auf die Anzeigentafel schrieb. Die beste Bayreuther Möglichkeit in diesem Abschnitt hatte immermann, der aus halblinker Position den Pfosten anvisierte.

Mit einer Strafe, die Meisinger zog - und die Davis wegen Reklamierens gleichzeitig noch zehn Minuten aus dem Spiel nahm - ging Bayreuth in den Schlussabschnitt. Das Powerplay nutzte Landshut schnell, als Power mit dem 6:1 aufwartete. Mühlbauer erhöhte nur wenige Augenblicke später, und holte sich gleichzeitig seinen Hattrick ab. Ein Lattenkracher von Gron war noch die beste Möglichkeit für Bayreuth in diesem Abschnitt. Weihager machte, erneut in Überzahl, mit dem achten Treffer, den Deckel drauf.

Tore: 1:0 Mühlbauer (9.), 2:0 Forster (11.), 3:0 O'Brien (13., 5 gegen 4), 3:1 Järveläinen (17.), 4:1 Laasksonen (23.), 5:1 Mühlbauer (27.), 6:1 Power (42., 5 gegen 4), 7:1 Mühlbauer (44.), 7:2 Gron (50.), 8:2 Weihager (54., 5 gegen 4) / Strafen: 6 / 12+10

Bayreuth Tigers - Dresdner Eislöwen 2:7 (0:2, 1:3, 1:2)

Mit Dampf ging es ins Spiel gegen die Eislöwen. Davis und zwei Mal in kurzer Abfolge Schug brachten gleich zu Beginn den Dresdner Goalie in Schwierigkeiten. Kurz darauf musste Schumacher einen heftigen, aber fairen Open-Ice-Hit von Lavalée einstecken, der dem jungen Stürmer für kurze Zeit die Luft nahm. Hanusch hatte in der Folge die erste Möglichkeit, bei der Wölfl stabil blieb und abwehren konnte - im direkten Gegenzug legte Rajala quer auf den mitgelaufenen Järveläinen, der knapp verpasste und Kolozvary verzog im Anschluss mit einem Schuss über das Tor.

Glück hatte man im Lager der Tigers, als Filin das leere Tor verpasste. Schumacher, der nun wieder mitwirken konnte, zielte, bei freier Schussbahn, zu zentral auf den Goalie. Das Auslassen dieser guten Möglichkeiten rächte sich, als Kiss einen Abpraller aufnahm und diesen mit der Rückhand zur Führung im Tor unterbrachte. Als Davis auf der Strafbank saß, und in der Folge Davidek einen Konter vergab, fiel im direkten Gegenzug das 0:2 durch Ranta. Kolozvary und Lillich verpassten es kurz vor der Pause, den Anschlusstreffer, der mehrfach möglich war, zu setzen.

Ein Spielabschnitt, den man aus Tigers-Sicht gerne schnell wieder vergessen möchte, war im zweiten Drittel zu sehen. Filin hatte sofort die erste Gelegenheit, die noch knapp vorbei ging, aber in der 23. Minute nahm Ritter einen Schuss, der noch leicht abgefälscht über Wölfl im Tor einschlug. Nur zwei Minuten darauf der nächste Gegentreffer, als eine von der Bande zurückspringende Scheibe Wölfl über die Kelle hüpfte - Nutznießer Kramer stand goldrichtig und schob zum 4:0 ein. Eine erste Möglichkeit für die Gastgeber ließ bis zur 28. Minute auf sich warten, als Meisinger haarscharf am Tor vorbei zielte.

Drei Powerplay-Möglichkeiten nutzten die Tigers nur ein einziges Mal. Als Lavallée pausierte, ging es schnell. Einen Schuss von Davis, der zurück in den Slot kam, verwertete Gron zum 1:4, was aber bis dahin keinen Aufwind gab - im Gegenteil. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich Hanusch über die linke Außenbahn energisch durch und passte zum mitgelaufenen Huard, der kein Problem hatte, den nächsten Treffer für die Eislöwen zu setzen.

Versöhnliches Schlussdrittel

Zunächst versöhnte der Schlussabschnitt etwas, da die Bayreuther nicht aufgaben, sich immer wieder Chancen erspielten, die aber oft haarscharf am Tor vorbei gingen oder vom jungen Torsteher der Eislöwen vereiteltet wurden. Davis und Gron brachten Miserotti-Bötcher in Bedrängnis, sowie auch Gron, der zunächst noch scheiterte aber in der nächsten Situation einfach mal abzog.

Seinen Abpraller verwertete Davis zum 2:5. Sichtlich bemüht kämpften die Tigers und standen hinten stabil - bis Swinnen in der 58. Minute nach schnellem Spiel der Eislöwen den nächsten Treffer setzte und die endgültige Entscheidung erzielte. Ranta erzielte wenige Augenblicke vor dem Ende den 7:2-Endstand für Dresden.

Tore: 0:1 Kiss (8.), 0:2 Ranta (16., 5 gegen 4), 0:3 Ritter (23.), 0:4 Kramer (25.), 1:4 Gron (34., 5 gegen 4), 2:5 Davis (43.), 2:6 Swinnen (58.), 2:7 Ranta (60.) / Strafminuten: 6 / 8