Kulmbach — Beim Leonhart-Worldchampionship-Turnier im Centerpark Medebach holten die beiden Nationalspieler auch den Titel mit der Deutschen Mannschaft.
Das mit über 300 Topspielern aus aller Welt besetzte Turnier wurde ausschließlich auf Tischen des deutschen Herstellers Leonhart ausgetragen. Es war die vierte von fünf Weltmeisterschaften, die auf offiziellen Tischen des Internationalen Tischfußball-Verbandes ITSF ausgetragen werden.
Nachdem sich Detlef Freitag und Heinz Kießling schon mehrfach mit dem Vize-Weltmeistertitel im Doppel zufrieden geben mussten (auf den Tischen von Bonzini, Robertosport), wollten sie diesmal ihren Heimvorteil unbedingt nutzen. Deshalb absolvierten sie auch ein gezieltes zweiwöchiges Vorbereitungstraining.

Beim Einspielen auf Platz 5


Zum Einspielen starteten beide in der Disziplin Semipro-Doppel. Nach einer guten Vorrunde und drei Siegen in der K.o.-Runde verloren die beiden Kulmbacher erst im Viertelfinale gegen den späteren Vizeweltmeister und wurden letztlich Fünfter.
Am Abend ging es um den Weltmeister-Titel in der Mannschaft. Deutschland kämpfte mit Österreich und Frankreich um den Titel. Hier war wieder einmal der starke Kader der deutschen Senioren ausschlaggebend für einen nie gefährdeten Sieg. Das Team um Heinz Kießling und Detlef Freitag verlor nur ein einziges Spiel, was die Titelverteidigung bedeutete.

Auf den Punkt topfit


Am zweiten Tag wurde es für die beiden Kulmbacher so richtig ernst. Die Doppel-Konkurrenz der Senioren stand auf dem Programm. Freitag/Kießling waren auf den Punkt topfit und gewannen alle sechs Vorrundenspiele. Als Gruppensieger bekamen sie ein Freilos für das Achtelfinale und trafen im Viertelfinale auf den Deutschen Senioren-Meister und späteren Einzel-Weltmeister Michael Landwehr sowie den Zweitplatzierten der Deutschen Seniorenrangliste, Gerald Dwenger. Die beiden Kulmbacher ließen aber ihren Landsleuten keine Chance und fegten sie mit 5:3, 5:2 und 5:2 regelrecht von der Platte. Heinz Kießling leistete sich dabei keinen einzigen Fehlschuss.
Umkämpfter war das Halbfinale gegen die Franzosen Didier Delabarre und Olivier Pervin. Hier mussten die beiden Kulmbacher alles geben, um sich knapp mit 5:4, 4:5, 5:4 und 5:4 durchzusetzen.
Im Finale warteten die amtierenden Multitable-Weltmeister Manfred Redel und Jürgen Stachowiak aus Deutschland. Diese gewannen Satz 1 mit 5:3, doch die beiden Kulmbacher holten sich die nächsten beiden Durchgänge jeweils mit dem gleichen Ergebnis. Redel/Stachowiak konnten allerdings ausgleichen und einen Entscheidungssatz erzwingen.
Hier war es Detlef Freitag, der mit blitzschnellen Rechtslangschüssen aus der Defensive die Kulmbacher mit 2:0 in Front brachte. Heinz Kießling erhöhte auf 3:0. Beim Stand von 4:2 für die Kulmbacher war es erneut Freitag, der mit einem platzierten Kracher aus der Defensive den ersten Weltmeistertitel im Doppel unter Dach und Fach brachte. pr.