Der Himmelkroner Inklusions-Triathlon, der 2012 erstmals mit 28 Sportlern durchgeführt worden war, hat seine Fortsetzung gefunden. Bei der Ausgabe 2013 gingen nun schon 37 Männer und Frauen an den Start. Die Dienste für Menschen mit Behinderung und der TSV Himmelkron, die als Veranstalter fungierten und von der Wasserwacht sowie der Himmelkroner Wehr unterstützt wurden, hatten Glück, denn der Regen setzte erst unmittelbar nach der Siegerehrung ein.

Andreas war der Jüngste

Kurz nach 9 Uhr schickte "Charly" Völkel von der Wasserwacht die ersten Schwimmer auf die die 100 Meter lange Strecke im Freibad. Der jüngste Teilnehmer Andreas Stüber (15) kam wie der älteste Wolfgang Baron (61) aus Himmelkron. Auch sie gingen in das mit 20 Grad noch angenehm temperierte Wasser. Die Radstrecke führte Richtung Autobahn und weiter nach Gössenreuth.
Von dort ging es den Bolzplatz entlang zurück zur Autobahn und zur Streitmühle, um nach sechs Kilometer wieder den Ausgangspunkt zu erreichen. Die 1700 m lange Laufstrecke begann am Radwendeplatz, ging zur B303 und an den Sportanlagen vorbei bis zu einem Bauernhof. Von dort führte sie über die Straße Gössenreuth-Himmelkron in den Zielbereich.

Vorsorge getroffen

Der Gedanke der Inklusion verfehlte nicht sein Ziel, denn unter den 37 Teilnehmern waren 15 Sportler, die mit einer Behinderung an den Start gingen und sich nicht nur wohl, sondern auch anerkannt fühlten. Die Rad- und Laufstrecken wurden für den Verkehr gesperrt. Aus den Fehlern des Vorjahres hatte man gelernt, denn an den Punkten, an denen es 2012 für die Teilnehmer kritisch geworden war, hatte man Vorsorge getroffen. Sebastian Laschka von den Himmelkroner Heimen, der mit Sportkoordinatorin Sandra Müller Regie führte, stellte fest: "Wir hatten zwei, drei Stellen, wo es gefährlich wurde. Deswegen haben wird dort mit Schildern zum langsamen Fahren aufgefordert." Teils stand auch die Feuerwehr parat.

Große Begeisterung

Für die Teilnehmer der Himmelkroner Heime ist die Veranstaltung ein Highlight. "Sie fiebern so einem Ereignis schon Tage vorher entgegen", so Sebastian Laschka.

Die schnellste Zeit schaffte wie im Vorjahr der Himmelkroner Thomas Müller, der eine Gesamtzeit von 23:46 Minuten benötigte: "Das war jetzt mein zweiter Triathlon. Ansonsten gehe ich joggen, fahre Mountainbike und schwimme auch ein wenig."

Der 47-jährige Bundespolizist macht schon von Berufs wegen viel Sport. "Alle Disziplinen waren anstrengend, denn durch die kurzen Strecken muss man Vollgas geben. Sobald man ein bisschen nachlässt, ziehen die anderen vorbei. Man muss in allen Disziplinen alles geben."

Bei den behinderten Sportlern schaffte erneut Jürgen Götz die beste Gesamtzeit. Kein Wunder, denn der 23-Jährige treibt jeden Tag Sport, vor allem das Radfahren begeistert ihn. "Es war aber schon auch ein wenig Glück dabei, denn eigentlich dachte ich, ich werde nur Dritter. Aber es ist heute besonders gut gelaufen", stellte er fest.

Lokalmatadoren gewinnen

Auch bei den Frauen hatten zwei Lokalmatadoren die Nase vorn: Petra Dörfler in der Altersklasse bis 39 und Gabriele Pittel bei den Damen ab 40. Petra Dörfler (39) war das erste Mal dabei: "Ich laufe regelmäßig, aber Radfahren ist mehr Hobby. Ich war schon ein wenig k.o., als es nach dem Schwimmen auf die Radstrecke ging." Gabriele Pittel (42) war bei den Frauen mit 29:18 Minuten die Schnellste. Sie sprach von einem knackigen Wettbewerb.

Bürgermeister Gerhard Schneider nahm auch als Vorsitzender des TSV Himmelkron die Siegerehrung vor. Er freute sich über die große Resonanz beim Inklusions-Triathlon und darüber, dass bei dem sportlichen Wettkampf Gemeinsamkeit zwischen Behinderten und nicht Behinderten praktiziert wird.