Eishockey-Bayernligist EHC Bayreuth steht kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft: Im dritten Finalspiel am Dienstagabend konnten sich die Tigers mit einem knappen 4:3-Sieg beim ERC Sonthofen durchsetzen und damit in der Best-of-five-Serie mit 2:1 in Führung gehen. Am Gründonnerstag können die Waßmiller-Schützlinge auf Bayreuther Eis (Beginn 20 Uhr) mit einem weiteren Sieg Titel und Aufstieg klarmachen.

Aufgrund des verspäteten Eintreffens der Schiedsrichter konnte die Partie im Allgäu vor knapp 2000 Zuschauern erst mit 75 Minuten Verspätung beginnen. Nachtschicht war angesagt.

Doch von der Verzögerung ließen sich die Gäste nicht beeindrucken. Jozef Potac brachte die Tigers schnell mit 1:0 (6.) in Führung. Dieser Vorsprung hielt bis zum Drittel ende.
Dann konnte Andreas Geigenmüller für die Tigers nachlegen und auf 2:0 erhöhen (23.). Nur kurz darauf traf Björn Friedl (25.) erstmals für die Hausherren, doch Dennis Thielsch stellte den alten Abstand wieder her (28.). Erneut konnte Friedl kurz vom dem Drittelende zum 3:2 (38.) verkürzen.

Im Schlussabschnitt sorgte EHC-Nachwuchsstürmer Kevin Altmann mit seinem Treffer zum 4:2 (50.) für die Vorentscheidung. Den Allgäuern gelang in der Schlussoffensive bei einem Powerplay nur noch der Anschlusstreffer zum 4:3 (58.) durch Markus Witting. Das intensivem Kampfspiel endete erst nach 23 Uhr.


ERC 99 Sonthofen - EHC Bayreuth 3:4 (0:1;2:2;1:1)
Tore: 0:1 (6.) Potac (Geigenmüller); 0:2 (23.) Geigenmüller (Bartosch, Fendt); 1:2 (25.) Friedl (Waginger, Krötz); 1:3 (28.) Thielsch (Müller); 2:3 (38.) 5:3 Friedl (Witting, Snider); 2:4 (50.) Altmann (Juhasz, Zeilmann); 3:4 (58.) Witting (Waginger, Snider).
Zuschauer: 1905. - Strafen: Sont hofen 20 Minuten, Bayreuth 16.

Beim zweiten Finalspiel am Sonntag (5:2 für Bayreuth) bebte der Tigerkäfig, doch nach dem grandiosen Auswärtssieg im Allgäu könnte das heute um 20 Uhr noch getoppt werden. Der Vorverkauf läuft so gut, dass die Bayreuther von einer Kulisse um 4000 Zuschauer ausgehen.

Das EHC-Team präsentiert sich auf die Minute topfit und von Trainer Sergej Waßmiller perfekt eingestellt. "Wir können das Tempo über 60 Minuten derart hoch halten, dass jeder Gegner damit Probleme bekommt", sagt der Deutschrusse. Ein Vorteil, der immer mehr zum großen Plus seines Teams wird.

Immer das schwerste Spiel

Der EHC will die höchst emotionale und packende Finalserie für sich entscheiden, ist sich aber bewusst, dass dazu noch einmal eine herausragende Leistung nötig ist. "Der letzte Sieg ist in einer Play-off-Serie immer der schwerste, aber mit unserem Fans im Rücken, die schon am Sonntag richtig Alarm gemacht und damit viel zu dem Hammerspiel beigetragen haben, können wir es schaffen", gibt sich Waßmiller zuversichtlich. "Sonthofen wird alles mobilisieren, aber darauf werden wir uns wieder gut vorbereiten und voll dagegen halten."