Die Damen des TC Trebgast konnten ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Tennis-Landesliga nicht nutzen und verloren das entscheidende letzte Spiel gegen den NHTC Nürnberg mit 2:7. Die Trebgasterinnen belegen in der Abschlusstabelle punktgleich mit dem TC Coburg und TC Hilpoltstein aufgrund des schlechterem Matchverhältnisses den letzten Platz und steigen in die Bezirksliga ab.

Simone Sünkel war nahe dran

Ein Sieg hätte gereicht, um sich den Verbleib in der Landesliga zu sichern. Die TC-Damen waren nicht chancenlos, einige Matches wurden nur knapp verloren. So hatte man bei zwei Match-Tiebreaks das Nachsehen, und auch Simone Sünkel hätte gegen die Nummer 1 der Nürnbergerinnen, die Tschechin Nikola Novackova, mit etwas Glück das Spiel noch drehen können.

Sünkel hielt im ersten Durchgang zunächst gut mit, hatte jedoch den harten und präzisen Schlägen nicht viel entgegenzusetzen. Der Satz ging mit 1:6 verloren. Ein ganz anderes Bild bot sich im zweiten Durchgang. Hier spielte sie ihr bestes Tennis der Saison. Es gelang der Trebgasterin, die Führung bis zum 5:2 auszubauen, was sichtlich an den Nerven der Gegnerin kratzte. Doch Novackova schlug zurück: Sie wehrte vier Satzbälle in Serie ab und holte zum 4:5 auf. Das Spiel entwickelte sich mehr und mehr zur Nervenschlacht: Sünkel hatte erneut zwei Satzbälle, die sie nicht nutzen konnte, weil die Tschechin die Sicherheit in ihren Schlägen gefunden hatte. Sie glich zum 5:5 aus und nutzte die nächsten zwei Spielbälle konsequent zum 7:5-Sieg.

Auch Anna-Maria Kauper musste eine Niederlage hinnehmen. Ihre Gegnerin Tessa Kunkel drückte dem Spiel mit ihrer Erfahrung und großer Ballsicherheit ihren Stempel auf. Die Nürnbergerin gewann mit 6:1 und 6:3.

Ähnlich erging es Kerstin Sünkel gegen die Ungarin Edith Pakay (3:6, 1:6). Dagegen wäre für Birgit Falk speziell im zweiten Satz mehr drin gewesen wäre. Sie verlor den ersten Durchgang mit 2:6, kämpfte dann auf Augenhöhe, musste aber der Gegnerin wichtige Punkte überlassen und verlor 4:6. Petra Steindecker zeigte sich nach glatt mit 0:6 verlorenem Eingangssatz hoch motiviert, bot anschließend eine starke kämpferische Leistung und verbuchte ein 7:5 für sich. Leider ging der Match-Tiebreak zur Spielentscheidung mit 7:10 verloren.

Sandra Stegner setzt sich durch

Im Einzel setzte sich als einzige Trebgasterin Sandra Stegner durch. Es gelang ihr durch konstante und sichere Spielweise, Ingrid Wenny in den Match-Tiebreak zu zwingen. Hier setzte sie sich mit 10:6 durch. Die Entscheidung über den Gesamtsieg war da jedoch bereits für den Gast aus Nürnberg gefallen.

Erwartungsgemäß präsentierten sich die Trebgaster Damen in den Doppelbegegnungen besser, wobei alle Partien umkämpft waren. Nur die Begegnung der mit 6:7, 1:6 unterlegenen Steindecker und K. Sünkel gegen Novackova/Markova ging über zwei Sätze, bei den anderen beiden Spielen musste der Match-Tiebreak entscheiden. S. Sünkel und Kauper boten gegen Kunkel und Pakay eine solide Leistung, die aber nicht belohnt und wurde (7:6, 1:6, 8:10). Genau andersrum lief es für das dritte Trebgaster Doppel Stegner/Falk. Die TC-Damen kamen zu einem glücklichen 10:8 im Match-Tiebreak und somit zum zweiten Spielgewinn des Tages.

Simone Sünkel - Nikola Novackova 1:6, 5:7; Anna-Maria Kauper - Tessa Kunkel 1:6, 3:6; Petra Steindecker - Melanie Grosseastroth 0:6, 7:5, 7:10; Kerstin Sünkel - Edith Pakay 3:6, 1:6; Sandra Stegner - Ingrid Wenny 6:0, 3:6, 10:6; Birgit Falk - Sofia Markova 2:6, 4:6; S. Sünkel/Kauper - Kunkel/Pakay 7:6, 1:6, 8:10; Steindecker/K. Sünkel - Novackova/Markova 6:7, 1:6; Stegner/Falk - Grosseastroth/Wenny 6:4, 3:6, 10:8.

Es geht auch ums Geld

Für die Trebgaster Damen geht mit dem Abstieg nun nicht die Welt unter: Man hatte gewusst, dass es von der Bezirks liga zur Landesliga ein großer Sprung wird. Auch, weil einige Vereine richtig Geld ausgeben und starke ausländische Spielerinnen verpflichten. Das Team wird zusammenbleiben und versuchen, nächste Saison in der Bezirksliga wieder vorne mitzuspielen.