Bereits zum zehnten Mal fand in der kleinen Odenwaldgemeinde Fränkisch-Crumbach (Hessen) ein Hammerwurf-Meeting mit internationaler Besetzung statt.
Im A-Jugend-Wettbewerb der Hammerwerfer galt es nach dem ersten Normwettkampf eine Woche zuvor in Halle nun direkt für eines der zwei Tickets für die Junioren-Weltmeisterschaft in Barcelona zu punkten. Denn neben dem Wettkampf in Fränkisch-Crumbach hat der deutsche Leichtathletik-Verband nur noch die Veranstaltungen in St.Wendel (Saarland) und Mannheim (Rheinland-Pfalz) als Ausscheidungswettkämpfe vorgesehen.
Simon Lang vom UAC Kulmbach zeigte schon beim Einwerfern mit Weiten jenseits der 70-Meter-Marke, dass seine in Halle erzielte persönliche Bestweite von 70,40 Metern keine Eintagsfliege gewesen war. Nach einem ungültigen Versuch flog die sechs Kilogramm schwere Stahlkugel des 18-Jährigen auf glänzende 72,27 Meter.
Doch es sollte sich noch ein dramatischer Wettkampf um den Sieg und die begehrten WM-Tickets entwickeln. Der ein Jahr ältere Hallenser Bastian Abend stand dem Kulmbacher nur wenig nach und konterte mit 72,15 Metern.
Beide hatten weitere gute Versuche jenseits der WM-Norm von 68,50 Metern. Es sah schon alles nach einem knappen Sieg von Simon Lang aus, ehe der Hallenser im letzten Durchgang noch winzige zwei Zentimeter weiter warf als der UAC-Athlet.
Auch hinter den beiden überragenden Athleten gab es spannende Duelle und sehr gute Leistungen. So übertraf mit dem Erfurter Nils Lindner (69,33 Meter) ein weiterer Athlet die WM-Norm und wurde Dritter.

Auch Herbst und Schramm stark


Hinter Lindner landeten Jonathan Herbst und Sebastian Schramm (beide ATS Kulmbach) mit ausgezeichneten Leistungen auf den Rängen 3 und 5. Während Jonathan mit 67,93 Metern erneut sein Talent aufblitzen ließ, steigerte auch Sebastian dank seiner hervorragenden physischen Fähigkeiten seine persönliche Bestmarke um fast vier Meter auf 65,15 Meter.
Aber auch jüngere Nachwuchs-Hammerwerfer der Region ließen in Fränkisch-Crumbach aufhorchen. Der 15-jährige Dominik Maaß aus Sonneberg, der für den TSV Stadtsteinach startet, ließ nach anfänglichen Schwierigkeiten eine neue Bestleistung von 57,42 Meter folgen und führt nach seinem Sieg in Halle die Rangliste des deutschen Schüler-Cups im Hammerwerfen an. Noch ein Podestplatz beim abschließenden Wettkampf in Mannheim, und die begehrte Trophäe nebst wertvollen Ausrüstungsgegenständen gehört ihm.

Bestleistung von Brönnecke


In der U18-Klasse landeten die beiden Athleten Niklas Brönneke und Niklas Wermbter vom ATS Kulmbach mit 54,29 (neue persönliche Bestmarke) bzw. 47,45 Metern auf den Rängen fünf und sieben. M.S.