Nach einer knapp vierzehntägigen Spielpause rund um den Allstar-Day in Bamberg startet Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth am heutigen Samstagabend um 18.30 Uhr in die Rückrunde der Beko-BBL. Als Gegner gibt der amtierende Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg (4.) seine Visitenkarte in der Oberfrankenhalle ab.
Die Bayreuther werden einmal mehr mit einer gegenüber dem vergangenen Spiel veränderten Mannschaft antreten. US-Centerspieler Andrew Naymick hat die Wagnerstädter nach der ärgerlichen, weil vermeidbaren Niederlage im Hinrunden-Finale in Bremerhaven mit unbekanntem Ziel verlassen. Dafür kam A-Nationalcenter Andreas Seiferth von Vizemeister FC Bayern München. Zudem kündigt sich das Saisondebüt des langzeitverletzten Centerspielers Phillipp Heyden an, der in dieser Saison noch kein Spiel absolvieren konnte und ab sofort zusammen mit Seiferth unter den Brettern aufräumen soll.
"Wir spielen vor eigenem Publikum, das ist aktuell ganz wichtig für unsere Mannschaft. Wir haben zu Hause bislang fast immer ein anderes, ein besseres Gesicht als auswärts gezeigt. Gegen ein Team wie Oldenburg brauchen wir das Feuer von den Rängen", sagt Medi-Cheftrainer Mike Koch, der in der zurückliegenden Woche seinen 50. Geburtstag feierte.


Hohe Erwartung an den Zugang

Von Seiferth erwartet Koch eine ganze Menge: "Er ist ein Spieler, der in München zwar nicht die große Spielpraxis hatte, aber austrainiert ist. Seine Präsenz unter dem Korb wird uns guttun, wir können nun den Ball auch bewusst ins Post spielen, denn dort hat er seine Stärken." Direkt am Brett haben allerdings auch die Oldenburger eine ihrer Stärken - ausgerechnet in Person des Ex-Bayreuthers Brian Qvale. Der 2,10-Meter-Mann ist nach einem einjährigen Gastspiel beim türkischen Erstligisten Bursa in die Beko-BBL zurückgekehrt und erzielt im Schnitt knapp 14 Punkte sowie sechs Rebounds.
Über große Qualität verfügen die Niedersachsen auch auf den kleinen Positionen mit den US-Amerikanern Vaughn Duggins, Chris Kramer, Scott Machiado und Ricky Paulding sowie dem slowenischen EM-Teilnehmer Klemen Prepelic.
"Oldenburg ist eingespielt und sehr erfahren. Sie lassen sich nicht leicht aus der Ruhe bringen. Wenn wir es schaffen, lange im Spiel zu bleiben und die Fans hinter uns stehen, können wir am Ende vielleicht wie gegen Frankfurt eine Überraschung schaffen", sagt Koch. Er sieht seine Mannschaft vor einer hohen, aber nicht unüberwindbaren Hürde.