Das Team Honke/Heinze startete zu einem ersten Testlauf mit dem neuen Mitsubishi Evo 9. Für beide war es ein ungewohntes Gefühl im neuen Fahrzeug, dass Honke selbst erst rund zwanzig Kilometer gefahren hatte. Es war ein mulmiges Gefühl für den alten Rallyehasen nach seinem Unfall mit dem Fahrzeug der selben Bauart wieder an den Start zu gehen. Die Marschroute stand fest: Nichts riskieren, aber trotzdem ein ordentliches Ergebnis erzielen. Beide mussten sich erst einmal an das neue Fahrzeug gewöhnen.

Drei Wertungen

Es wurden drei verschiedene Wertungsprüfungen jeweils doppelt gefahren. Die Veranstaltung wurde nach den neuen Reglement der Rallye 200 Plus ausgetragen - es waren an diesem Tag also knapp 50 Wertungsprüfungen zu bewältigen. Die erste Prüfung "St. Kolomann" hatte eine Länge von fünf Kilometern, die rein auf Asphalt gefahren wurden.
Die zweite Prüfung "Gotting" wurde als Rundkurs mit knapp 15 Kilometern gefahren. Zu absolvieren waren drei Runden - danach die Ausfahrt. Auch diese Strecke bestand zu 100 Prozent aus Asphalt. Rund 1500 Fans säumten die gut einsehbare Strecke und feuerten die Teams lautstark an.

Bei der letzten Prüfung "Dettenbachtal" die insgesamt 5,7 Kilometer lang war, hatten es die Piloten mit einigen Schotterabschnitten zu tun, die sich in Waldstücken befanden.

Alle drei Strecken waren dem Charakter nach relativ schnell zu fahren - mit Waldpassagen und gefährlich versteckten Kurven, die vereinzelt noch nass und schmierig waren. Diese Prüfungen verlangten volle Konzentration über die gesamte Rallyedauer.

Nach den drei Prüfungen war dann Servicepause im Rallyezentrum Tiefenbach. Nach einer Stunde wurden dann die Prüfungen zum zweite Mal gefahren. Hier legte das Team Honke/Heinze dann schon etwas zu, von Kilometer zu Kilometer gewöhnten sich beide besser an das Fahrzeug, und das sah man auch an den Zeiten.

Das Team belegte am Ende des Rallyetages den dritten Platz in ihrer Wertungsklasse in einem stark besetzten Starterfeld. Beide gaben sich mit dem Tagesergebnis zufrieden, denn sie hatten ihr Ziel, welches sie sich bei Beginn der Rallye ausgegeben hatten, voll erreicht. Auf diesem Ergebnis kann man aufbauen.

Am kommenden Samstag, 26. April, gehen die beiden bei der Rallye in Sonnefeld an den Start. Hier wollen sie versuchen, langsam an die Grenzen ihres neuen Evo 9 zu gehen, um zu erfahren, was mit diesem Fahrzeug in dieser Meisterschaft noch alles möglich ist.