Aufopferungsvoll gekämpft, den ganzen Mut in die Waagschale geworfen, aber wieder einmal hat es nicht gereicht. So kassierte der TSV Neudrossenfeld in der Fußball-Bayernliga Nord gegen den SSV Jahn Regensburg II (1:2) die dritte knappe Niederlage in Folge. Inzwischen sind die Neudrossenfelder in neun Spielen sieglos und holten in diesem Zeitraum gerade einmal zwei Punkte.

Ärgerlich war vor allem eine Szene in der 89. Minute: Nach einem schönen Spielzug durch die Mitte kam Perparim Gashi an den Ball und schob ihn nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Das Remis wäre zwar etwas glücklich gewesen, wie auch Trainer Detlef Hugel bestätigte, "aber uns fehlt in letzter Konsequenz auch etwas das Selbstvertrauen. Solche Niederlagen schmerzen arg, weil wir uns mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft teuer verkauft haben".

Drei aus der 3. Liga

Freilich muss man den Oberpfälzern, mit drei drittligaerfahrenen Akteuren antraten, die bessere Spielanlage, eine höhere Grundschnelligkeit und auch mehr Spielwitz bescheinigen. Die Aktionen der Oberpfälzer wirkten durchdachter und routinierter. Jahn-Trainer Ilija Dzepina nannte Neudrossenfeld einen unbequemen Gegner, der frühzeitig störte und keinen Spielfluss aufkommen ließ. "In der Summe der Gelegenheiten ist es aber ein verdienter Sieg, der schon früher sicher gestellt hätte werden müssen".

Dem kann man nicht widersprechen, denn die Männer von der Donau hatten bereits in der 12. Minute eine Gelegenheit, aber der Kopfball flog knapp über das Gehäuse. Danach musste der zuverlässige TSV-Torwart Grüner (26.) seine ganze Kunst aufbieten, um einen platziert geschossenen Freistoß aus dem Dreieck zu fischen. Kurz vor der Pause verhinderte dann die Latte eine Gästeführung, als Sigurdsson das Leder gefühlvoll über den Keeper hob.

Der gleiche Spieler machte es jedoch zu Beginn der 2. Halbzeit besser: Aus einem Gedränge im Strafraum gelang dem Spieler aus der Regensburger "Ersten" das 1:0 mit Torriecher, ein Treffer wie aus heiterem Himmel. Danach schienen die Einheimischen etwas gelähmt, ehe Gashi sich mal durchsetzen und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den Strafstoß verwandelte er höchstpersönlich.

Jedoch dauerte die Freude über den Ausgleich nur kurz. Drei Minuten später fand die heimische Abwehr gegen eine durchdachte Kombination der Regensburger kein Mittel, und Hoffmann sandte überlegt ein. Noch einmal in der Schlussphase konnte sich Grüner auszeichnen, als er per Fuß glänzend reagierte.

Die Chancen der "Drossenfelder" sind schnell aufgezählt und gehören allein Gashi. In der 15., 54. und wie beschrieben kurz vor Schluss versuchte es es drei Mal ohne Erfolg. Obwohl ihm einiges misslang, deutete er dennoch seine Gefährlichkeit an, war ein Unruheherd. Wie gewohnt unermüdlich und unverdrossen agierte Jahrsdörfer, in der Abwehr konnte sich erneut Taubenreuther hervortun. Er hatte aber wenig Gelegenheit für seine gefürchteten Läufe aus der Tiefe. Die Youngster Moore und König mussten alle Kraft aufbieten, um mit zu halten, zogen sich gegen starke Gegenspieler aber achtbar aus der Affäre.
Die Regensburger punkteten mit den Drittliga erfahrenen Akteuren Hierlmeier, Sigurdsson und Franziskus, die kaum zu bremsen waren. Aber auch Arkadas und Hoffmann bewiesen Klasse.
Solche Unparteiische mit viel Übersicht wie Schmitt würde man sich öfters wünschen.


TSV Neudrossenfeld -
Jahn Regensburg II 1:2 (0:0)
TSV Neudrossenfeld: Grüner - Hahn, Jahrsdörfer, Taubenreuther, Lattermann, Hofmann (68. Simon), Moore, Henriques, König,Gashi, Daschner (81. Ganster).
SSV Jahn Regensburg II: Wagner - Dürmmeyer, Hierlmeier, Sauerer, Karg, Gajic, Arkadas, Kopp (67. Mahr), Sigurdsson (60.Schmid), Hoffmann, Franziskus (81. Jünger).
Tore: 0:1 Sigurdsson (53.), 1:1 Gashi (67./Foulelfmeter), 1:2 Hoffmann (70.). - Schiedsrichter: Schmitt (Pinzberg). - Zuschauer: 160.