Am vergangenen Spieltag der Volleyball-Bayernliga bezwangen die N. H. Young Volleys den VC Katzwang/Schwabach mit 3:0 (25:21, 25:11, 25:22). Trainer Marc d'Andrea bereitete die Volleyballerinnen aus Neudrossenfeld und Hollfeld in der vergangenen Woche gut auf das Spiel vor und warnte, dass diese Partie kein Selbstläufer werden würde. Die Gäste aus Mittelfranken hatten zuletzt drei Siege in Folge geholt.

Die Schwabacher starteten mit viel Druck im Aufschlag. Die Nervosität der Neudrossenfelderinnen führte im ersten Satz zu vielen Fehlern und einem Rückstand von 8:12. Erst nach einer Auszeit fanden die Mädels besser ins Spiel. Die starken Aufschläge der Heimmannschaft setzten die Gäste nun unter Druck.


Sophie Mayer reißt alle mit

Vor allem Offensivspielerin Sophie Mayer hievte das Spiel der Mannschaft auf ein neues Niveau.
Durch ihre zahlreichen Punkte im Schnellangriff gelang es ihr immer wieder, den gegnerischen Block an sich zu binden. So verschaffte sie ihren Nebenspielern einen Freifahrtschein im Angriff.

Nach dem ersten Durchgang schien der Bann gebrochen zu sein. Zu Beginn des zweiten Satzes erspielten sich die Neudrossenfelderinnen sofort einen Vorsprung herausspielen. Die Annahme kam nahezu perfekt, sodass Zuspielerin Meike Schirmer in der Lage war, ihre Angreiferinnen flexibel einzusetzen. Der Abschnitt ging in nur 18 Minuten mit 25:11 an die Young Volleys.

Trotz dieses deutlichen Erfolgs für die Heimmannschaft gaben sich die Mittelfranken h nicht geschlagen: Die Zuschauer bekamen noch einmal einen spannenden dritten Satz zu sehen. D'Andrea nutze die klare Satzführung, um taktische Varianten auszuprobieren. Bis zum Spielstand von 22:22 schaffte es keine Mannschaft, sich abzusetzen. Am Ende machten die Mädels aus Neudrossenfeld und Hollfeld dann aber mit 25:22 den Sieg perfekt.
"Wir haben heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert", sagte Trainer Marc d'Andrea nach dem Spiel. Gleichzeitig sprach er eine Warnung aus: "Uns ist bewusst, dass der Blick jetzt von allen Seiten auf den Aufstieg gerichtet wird. Fans, Freunde, Gegner und auch Schiedsrichter spekulieren über unsere Favoritenrolle. Die Qualität die wir in den letzten Wochen in Aufschlag, Annahme und Block abgeliefert haben, lässt zu, dass wir unser Saisonziel oberes Drittel solide erreichen werden. Die Aufstiegshoffnung hingegen wird von einer eher trügerischen Tabelle geschürt. Wir haben die drei Top-Teams noch vor uns."

Abteilungsleiter Carsten Böhm pflichtet dem Trainer bei: "Zwölf Siege in einer Saison haben wir in jetzt drei BayernligaJahren noch nicht erreicht. Somit ist das schon jetzt ein Topergebnis und der erste Teil unseres Saisonziels erreicht. Der zweite soll noch folgen: eine bessere Rückrunde zu spielen als in den vergangenen beiden Jahren." An den Saisonzielen werde aber nicht gerüttelt, Meisterschaft und Aufstieg seien weder bei den Verantwortlichen noch bei der Mannschaft ein Thema. "Wir haben noch sechs schwere Spiele vor uns, darunter gegen die Topteams und Favoriten aus Marktredwitz, Hahnbach und Eibelstadt. Die möchten wir gerne fordern und so lange wie möglich in der Spitzengruppe mitmischen. Alles weitere wird sich von Spiel zu Spiel ergeben. Wir nehmen es wie es kommt", so Böhm. red

N.Y. Young Volleys:
Lisa Meisel, Johanna Meisel, Kristina Böhm, Sophia Höreth, Meike Schirmer, Fanny Gnade, Leonie Stöcker, Hannah Lauterbach, Nicole Steeger, Sophie Mayer