Der TSV Neudrossenfeld hat seine Erfolgsserie in der Fußball-Landesliga Nordost mit einem 3:1-Sieg gegen den ASV Pegnitz fortgesetzt und behauptet damit Platz 6.

Die Neudrossenfelder sind derzeit einfach gut drauf und sehr effektiv. Hatten sie in dem typischen Derby mit viel Kampf und zahlreichen taktischen Fouls bis zur 21. Minute nicht eine einzige aussichtsreiche Gelegenheit, so führte der erste vernünftige Angriff zu einem Foulelfmeter. Engelhardt wurde festgehalten, als er auf den Pegnitzer Kasten zusteuerte. Die sichere Unparteiische Davina Haupt zeigte sofort auf den Punkt, und TSV-Torjäger Lattermann verwandelte eiskalt. Was ihm aber bei einem weiteren Foulelfmeter (78.) misslang, denn der zum Schluss immer mehr beschäftigte Kausler erahnte die Ecke und hielt.

Die Pegnitzer begannen stark, ließen keinen Tabellenunterschied erkennen, brachten den TSV mit einem Gewaltschuss von Frank in Schwierigkeiten, Kapitz lenkte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke. Auch nach der Pause musste der Keeper (56.) bei einem Kopfball in höchster Not retten. Danach drohte noch einmal Gefahr durch Regn (56.), dessen wuchtiger Schuss knapp über die Querlatte flog.

Auf den Ausgleich von Kapitän Müller (66.) antworteten die Neudrossenfelder prompt. Engelhardt schloss eiskalt ab und kröten damit seine gute Leistung. Beim Pegnitzer Treffer zum 1:1 machte Kapitz nicht die beste Figur, er unterschätzte den immer länger werdenden Ball, der ins rechte Toreck trudelte.

Nachdem sich die Pegnitzer durch zwei Gelb-Rote Karten geschwächt hatten, waren sie chancenlos. Den Neudrossenfeldern boten sich bis zur Dezimierung des Gegners Chancen durch Lattermann (25. und 36.) sowie Engelhardt (34.), danach solche aber nahezu im Minutentakt.

Den Sieg bezeichnete Neudrossenfelds Trainer Werner Thomas als verdient. Er sagte aber auch: "Vor der Pause hatten wir aber schon zu kämpfen." Was ihm besonders an seinen Männern gefiel: "Seit Wochen sehe ich sie psychisch auf der Höhe, sie lassen sich auch von einem schnellen Gegentreffer nicht aus der Bahn werfen, sondern reagieren."

Sein Pegnitzer Kollege Heiko Gröger stellte die Moral seiner Elf heraus, "auch zu neunt haben wir uns nicht aufgegeben". Einen Grund für die Niederlage sah Gröger in individuellen Fehlern und dem schnellen Ausgleich.
Die besseren Einzelspieler und die größere Abgeklärtheit besaßen die Neudrossenfelder, die in Pötzinger, Engelhardt und Engelbrecht starke Kräfte hatten. Man lebt derzeit von dem Glauben an das eigene Können und vom Vorteil einer Siegesserie.


TSV Neudrossenfeld -
ASV Pegnitz 3:1 (1:0)
Neudrossenfeld: Kapitz - Gareis, Ascherl, Taubenreuther, Lattermann, Engelhardt (89. Stelzer), Pötzinger, Bargenda, D. Hacker (71. Kolb), Engelbrecht, König.
ASV Pegnitz: Kausler - Mellinghoff, Müller, Eckert, Frank (62. Schraml), Hofmann, Podgur, Stiiefler, Otto, Graf (73. Reichel), Regn.
Tore: 1:0 Lattermann (21./Foulelfmeter), 1:1 Müller (66.), 2:1 Engelhardt (67.), 3:1 Engelbrecht (82.). - Schiedsrichterin: Haupt (Poppenhausen). - Zuschauer: 150. - Gelb-Rot: -/Mellinghoff (65.), Regn (78.).