Audi-Sport-Pilot Christopher Haase und sein Teamkollege Max Hofer haben im ADAC GT Masters ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Beim vorletzten Rennen auf dem Lausitzring siegten sie im Audi R8 für das Montaplast by Land-Motorsport Team. Die Veranstaltung musste coronabedingt von Zandvoort in den Niederlanden auf den Lausitzring verlegt werden, somit wartete die Strecke südöstlich von Berlin zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die "Liga der Supersportwagen".

Die Rennfahrer wurden dabei von Beginn an mit äußerst schwierigen Bedingungen konfrontiert: Niedrige Temperaturen und beinahe durchgehend starker Regen begleiteten das gesamte Renn-Wochenende: "Wir mussten in den freien Trainings viel probieren, es war nicht einfach, mit den Regenreifen auf Geschwindigkeit zu kommen", so Christopher Haase, dessen junger Teamkollege das erste Qualifying auf einem tollen 5. Platz beenden konnte: "Das war eine super Teamleistung und die perfekte Ausgangsposition für das Rennen."

Max Hofer erwischte dann einen guten Start. Dank einer perfekten Renntaktik kam Christopher Haase in dem von mehreren Safety-Car-Phasen geprägten hektischen Rennen nach dem Boxenstopp als Führender auf die Strecke zurück: "Wir haben spät gestoppt, das war goldrichtig. Auch wenn ich in der Schlussphase großen Druck vom Zweitplatzierten hatte, konnte ich unseren Audi R8 LMS als Erster über die Ziellinie bringen und das Rennen gewinnen. Dieser Sieg gehört der gesamten Montaplast by Land-Motorsport Mannschaft, wir hatten das beste Paket", jubelte Christopher Haase über den ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters. Damit konnte Haase nach seinem Triumph im allerersten ADAC GT Masters Rennen im Jahr 2007 auch das 201. Rennen gewinnen.

Im zweiten Rennen erwischte das Team einen wesentlich schwierigeren Start. Im Zeittraining erwischte Haase die falschen Reifen. "Ich bin auf Regenreifen raus, habe dann aber festgestellt, dass Slicks die richtige Wahl gewesen wären. Nachdem wir gewechselt hatten, begann es allerdings plötzlich erneut zu regnen" resümiert Christopher Haase, der damit nur von Platz 21 starten konnte.

Im Rennen selbst erwischte der Kirchleuser zwar einen guten Start, hatte aber mit einer verschmierten Windschutzscheibe zu kämpfen: Haase: "Es war viel Schmutz auf der Strecke der sich auf der Scheibe gesammelt hat. Ich war im Blindflug unterwegs und hätte beinahe die Box nicht gefunden. Max hat dann mit gereinigter Scheibe noch einige Plätze gutmachen können, sodass es am Ende mit Platz 12 sogar noch Punkte gab. Insgesamt war es aber wieder ein starkes Wochenende, so dass wir weiter auf Platz 6 der Meisterschaft liegen. Jetzt greifen wir am Wochenende beim Finale in Oschersleben noch einmal voll an!"M.W.