Für großen Ärger bei Eltern und Nachwuchskickern sorgte vor einem Jahr die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), den im Jahr 2002 gegründeten Nachwuchs-Stützpunkt in Kulmbach zu schließen. Fortan mussten also die größten Talente der Region weite Fahrten nach Bayreuth, Hollfeld, Hof oder Hummendorf auf sich nehmen, wollten sie in den Genuss eines zusätzlichen Fördertrainings am Montag kommen.
Das ist vorbei - nach nur einem Jahr hat der Bayerische Fußballverband seine Entscheidung revidiert. Ab September kommt Kulmbach wieder einen eigenen DFB-Stützpunkt, wie Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram bestätigte. Dafür werden allerdings zwei andere Stützpunkte geschlossen, nämlich der in Hummendorf bei Weißenbrunn und in Hollfeld. Außerdem wechselt der Bamberger Stützpunkt von Walsdorf nach Memmelsdorf/Ofr.
Franz Bauer, der zusammen mit Markus Fischer seit zwei Jahren Trainer am Stützpunkt in Hummendorf ist, zeigt sich natürlich enttäuscht: "Das ist aus unserer Sicht die absolut falsche Entscheidung." Das letzte Training in Hummendorf findet am Montag, 30. Juli, statt. Dann geht dort das Kapitel Stützpunkttraining nach fast genau zehn Jahren zu Ende.
Freude herrscht dagegen in Kulmbach. Armin Eck, der vom Start 2002 bis 2006 DFB-Stützpunkttrainer im Sportzentrum Weiher war, sagt: "Eine schöne Nachricht, denn es gibt genug gute junge Spieler bei uns, die sich nun den weiten Weg woandershin ersparen können." Dass der Stützpunkt in Hollfeld geschlossen wird, ist für den Ex-Profi naheliegend, "weil dorthin zuletzt sowieso viele Spieler aus Kulmbach ausgewichen sind."

Talentsichtungstag am 15. Juli


So können sich beim bayernweiten Talentsichtungstag am 15. Juli auch in Kulmbach wieder Jungen und Mädchen für die Aufnahme ins Fördertraining empfehlen. Heuer sind die TAlente des Jahrgangs 2001 an der Reihe. han/cs