Als ausrichtender und teilnehmerstärkster Verein sicherte sich der ATS Kulmbach bei der Oberfränkischen Karatemeisterschaft in der Sporthalle Weiher neun Gold-, 14 Silber- und 13 Bronzemedaillen - insgesamt zwei mehr als im Vorjahr und damit so viele Medaillen wie kein anderer Verein.

Über 150 Karatesportler aus zwölf Vereinen kämpften um die Titel. Die jeweils besten Drei qualifizierten sich für die Bayerische Meisterschaft 2017. Die 30 ATS-Wettkämpfer starteten in 25 der 58 Disziplinen. 27 von ihnen nahmen Medaillen mit nach Hause. "Leider haben wir das Ziel verfehlt, Erster im Medaillenspiegel zu werden. Aber wir sind stolz auf unsere 36 Podestplätze", sagte Abteilungsleiter Ralf Kneitz, der für die Organisation viel Lob bekam.


Kneitz holt sechs Medaillen

Besonders in der Altersklasse über 18 Jahren dominierte der ATS. So war der Abteilungsleiter selbst einer der erfolgreichsten Athleten des Tages. Der 42-jährige Arzt startete in sechs Disziplinen und holte sich mit viermal Silber und zweimal Bronze auch in jeder Disziplinen eine Medaille.

Eine ähnliche gute Bilanz kann sein Trainingskollege Andreas Deutsch ziehen. Der 44-Jährige holte sich ebenfalls bei seinen sechs Starts je eine Medaille und ging daher mit zwei Silber- und vier Bronzemedaillen nach Hause.

In der Königsklasse Kata Einzel Ü18 stellte Ralf Kneitz sich mit seinen 42 Jahren seinen deutlich jüngeren Widersachern, meisterte die Vorrunden souverän und verlor erst im Finale gegen seinen 17-jährigen Vereinskollegen Sven Taubald. In der Disziplin Kata Einzel Ü40 besiegte Marc Pöhlmann vom ATS im Finale seinen Trainingspartner Ralf Kneitz.

Auch die ATS-Damen waren überaus erfolgreich. In der Disziplin Kata Ü40 siegte Simone Linser vor Birgit Kraus. In der Königsdisziplin Kata Ü18 weiblich belegten ebenfalls ausschließlich ATS-Damen die ersten Plätze. Semra Fischer wurde Oberfränkische Meisterin vor Anna Schmuck.

Die Kata-Teamwertung bei den Erwachsenen der Ü18 gewann das ATS-Damenteam mit Semra Fischer, Anna Schmuck und Sophie Schina.

Nachdem sich der ATS in den Vorjahren hauptsächlich auf den Kata-Wettkampf konzentrierte, belegten heuer die Kulmbacher auch vermehrt die Disziplin "Kumite". Dabei sorgte das neugegründete Jugendlichen-Team mit Julian Kolb, Niklas Kraus und Jonathan Kaiser mit dem Titelgewinn für eine Überraschung. Im Einzel gewann Julian Bronze.

Bei den Mädchen sorgte die zehnjährige Silvana Schmidt für Furore. Sie gewann im Finale gegen Leah Orschler aus Rehau mit ihrer Kata "Heian Sandan". Im Team holte sich Silvana mit Hannah Dörfler und Anna Günther die Bronzemedaille. R.K.