Der TSV Stadtsteinach hat wieder nicht gewonnen und steht nach vier Spieltagen in der Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach mit mickrigen zwei Punkten da. Am Sonntag gastiert mit dem SC Hummeltal eine Mannschaft in "Stanich", die mit dem VfR Katschenreuth punktgleich an der Spitze steht.

TSV Stadtsteinach -
SC Hummeltal
TSV-Spielertrainer Thomas Helldörfer, der gegen Uni/Post-SV Bayreuth nach einer eineinhalbjährigen Pause erstmals wieder auf dem Fußballplatz stand, will wieder zurück in die Erfolgsspur: "Wir haben einen klassischen Fehlstart hingelegt. Momentan läuft alles gegen uns. Wir waren am Sonntag eine Stunde lang die bessere Mannschaft, haben es gut gemacht und taktisch diszipliniert gespielt - doch mit dem ersten Schuss auf unser Tor ging Bayreuth in Führung."
Im Gespräch spürt man, dass Helldörfer nach wie vor voller Emotionen ist.
"Wir haben es in der letzten Saison geschafft, dabei mit einem ähnlich schlechten Start, dann werden wir es wieder schaffen." Mit seinem Comeback hat der inzwischen 44-jährige Ex-Regionalligaspieler seiner Mannschaft die notwendige Stabilität auf der Sechser-Position geben. "Ich wollte erst zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen, denn ich bin noch nicht in dem Fitnesszustand, wie ich es mir vorstelle. Aber es war die richtige Entscheidung. Ich probiere alles, damit meine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur kommt."
Am Sonntag wartet mit dem SC Hummeltal ein Gegner, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzen wird: "Es hilft nichts, wir müssen einen Heimdreier landen. Dazu ist es notwendig, dass wir zu den Grundtugenden des Fußballs zurückkehren - das bedeutet Lauf- und Einsatzbereitschaft. Entscheidend ist natürlich auch der Kopf. Ich hatte solche Situationen als Spieler und Trainer schön öfter, aber ich bin ein Kämpfer - und in der jetzigen Phase zeigt es sich, wie die Mannschaft und der Verein zusammenhalten, um wieder aus der Talsohle herauszukommen." Mit Maximilian Schuberth kehrt ein Führungsspieler aus dem Urlaub zurück.
Noch ist Ruhe im Verein, das bestätigt Fußallabteilungsleiter Wilhelm Günther: "Uns fehlen derzeit drei Stammspieler. Wir hatten eigentlich eine gute Vorbereitung, aber jetzt ist unser Sturm nur noch ein laues Lüftchen. In vier Spielen nur zwei Tore, aber sechs bekommen, das sagt eigentlich alles. Ich vertrete den Standpunkt, dass wir hinten erst einmal die Null halten müssen - vorne wird schon irgendwie ein Tor reingehen. Es gibt aber bei uns keinen Zweifel am Trainer, und wir haben auch keine Unruhe im Verein."

VfR Katschenreuth -
ASV Nemmersdorf
Zur Katschenreuther Kerwa bestreitet der VfR bereits morgen, Samstag, um 15 Uhr, sein Heimspiel gegen den ASV Nemmersdorf. Der Neuling, der mit sieben Punkten Platz 5 einnimmt, überraschte bisher. VfR-Trainer Detlef Zenk dürfte gewarnt sein. Dennoch ist es eine Aufgabe, die für den VfR als machbar einzustufen ist. Beim 5:1-Erfolg in Marktleugast beim FC Oberland haben die Zenk-Schützlinge erneut ihre starke Form unter Beweis gestellt. "In der ersten Halbzeit haben Einsatz- und Laufbereitschaft gefehlt. Ich war froh, dass wir uns in der Pause gemeinsam auf diese Tugenden des Fußballs besonnen und dann ein gutes Spiel gezeigt haben", sagt Zenk. Den ASV stuft er als kompakte, gewachsene Truppe ein: "Wir wissen um deren Stärken, aber wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, dann sind wir in der Lage, jeden zu schlagen." Es fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Fabian Heinl und Dominik Angermann sowie Thomas Schneider.

TSC Mainleus -
SV Gesees
Der TSC Mainleus hat nach vier Spielen sein erstes Erfolgserlebnis, denn bei der DJK Königsfeld holte die Truppe von Spielertrainer Holger Dittwar mit dem Remis den ersten Punkt. Jetzt soll am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Gesees der erste "Dreier" folgen. "Der SVG ist eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöhe steht. Wir sind in Königsfeld für unseren Aufwand, den wir in der Schlussphase betrieben haben, noch mit dem Ausgleich belohnt worden. Erfreulich war vor allem, dass wir körperlich noch zulegen konnten." Am Sonntag kehren die Urlauber Johannes Betzold, Alexander Schefel und Emran Caliskan in den Kader zurück, so dass Dittwar mehr Alternativen zur Verfügung hat. Fraglich ist noch der Einsatz von Eugen Abibullayew. Stammkeeper Jeffrey Stark könnte nach seiner Verletzung wieder im Tor stehen.

DJK Königsfeld -
FC Marktleugast
Der FC Oberland ist noch immer sieglos. Am vergangenen Spieltag setzte es eine 1:5-Klatsche gegen den Spitzenreiter VfR Katschenreuth, am Sonntag müssen die Schützlinge von Trainer Ralf-Werner Ohnemüller in Königsfeld antreten - und die DJK hat wie der FC bislang nur einen Punkt geholt. Rückblickend stellt der FC-Trainer fest: "In Anbetracht des Personals boten wir gegen Katschenreuth lange Zeit eine überaus anständige Leistung. Das hat mir imponiert."
Bei der DJK Königsfeld hat Ohnemüller die Hoffnung, dass sowohl Torjäger Roland Groß als auch Alexander Rucker nach ihren Verletzungen wieder auflaufen können: "Königsfeld ist eine der wenigen Mannschaften, die für uns vom Niveau her machbar sind."