Der Ludwigschorgaster beendete das Turnier der Wettkampfklasse 5 auf dem siebten Platz.
Hohner hatte sich seine dritte DM-Teilnahme Anfang März bei einem stark besetzten Qualifikations-Turnier im brandenburgischen Rheinsberg erkämpft.

Zum Auftakt der DM unterlag Hohner seinem Vereinskollegen Sebastian Kotschenreuther klar mit 0:3. Auch gegen den Düsseldorfer Nationalspieler und späteren Turniersieger Valentin Baus (Weltmeister und Paralympics-Teilnehmer) blieb er ohne Satzgewinn. Zudem war
Heiko Gosemann (RSC Berlin) beim 0:3 eine Nummer zu groß.


Zwei Siege in der Gruppe

Nach diesen drei Niederlagen steckte Hohner allerdings nicht auf und zeigte sein bestes Spiel des Turniers: Mit Ibrahim Nassar (RSG Saar) lieferte er sich ein packendes Duell. Zweimal lag der Ludwigschorgaster mit einem Satz in Rückstand, zweimal glich er wieder aus - und bewies dann Nervenstärke. Selbst als er im Entscheidungssatz eine 6:1-Führung verspielt hatte und sein Gegner 8:6 vorn lag, glaubte Hohner an seine Chance. Nach einer Auszeit drehte er die Partie und gewann mit 3:2 Sätzen (8:11, 11:8, 6:11, 11:6, 11:8). Da Hohner gegen Heinrich Bliersbach (BSG Duisburg) klar mit 3:0 (11:8, 11:5, 12:10) gewann, hatte er in Gruppe 2 den vierten Platz sicher - und damit auch die direkte Qualifikation für deutsche Meisterschaft 2019.

In den Spielen um die Plätze 5 bis 8 war Hohner gegen Andreas Bernhardt (TSF Heuchelheim) beim 0:3 chancenlos. Gegen Raif Shabani (BSV Sünteltal) hatte er dagegen keine Probleme und gewann 3:0. Der siebte Gesamtrang war für Hohner das beste Ergebnis seiner Laufbahn.

Teamkollege Kotschenreuther besiegte Shabani in der Platzierungsrunde mit 3:2 und erkämpfte sich mit einem weiteren Fünf-Satz-Erfolg gegen Bernhardt den fünften Platz in der Gesamtwertung.
Im Doppelwettbewerb der Wettkampfklassen 3 bis 5 holte Kotschenreuther zusammen mit Andre Weidemann (BSG Duisburg) Bronze. Hohner kam mit dem Duisburger Bliersbach auf den fünften Platz.


Kober streikt und holt den Titel

Starke Leistungen zeigten die Bayreuther Spieler in der Wettkampfklasse 4. Im Herren-Einzel zogen Dietmar Kober und Werner Burkhardt souverän ins Halbfinale ein. Allerdings gab es beim direkten Aufeinandertreffen einen Zwischenfall. Bei einer 2:1-Satzführung für Burkhardt störten unzählige Durchsagen der Hallensprecher die Konzentration der Spieler. Kober weigerte sich weiterzuspielen. Die Schiedsrichter werteten die Partie 11:0, 11:0, 11:0 für Burkhardt.

Im Halbfinale unterlag Burkhardt Wolf Meißner (RSC Frankfurt) mit 2:3. Kober zog mit einem 3:0-Sieg gegen Christof Müller (RSG Koblenz) ins Finale ein. Dort feierte er gegen Meißner einen weiteren 3:0-Erfolg und sicherte sich so den Titel. Im Spiel um Platz 3 behielt Burkhardt in einer umkämpften Partie mit 3:2 gegen Müller die Oberhand.

Bei den Damen wurde die Wettkampfklassen 1 bis 4 zusammengelegt. Die Bayreutherinnen Bianca Neubig und Olga Schneider holten die Ränge 5 beziehungsweise 6. Den Titel schnappte sich die Düsseldorferin Sandra Mikolaschek.

Im Doppel gewann Schneider an der Seite von Gudrun Högemann (VfL Sindelfingen) Silber vor Stephanie Andree (TuS Winterscheid)/Neubig. Den Titel holten Lisa Hentig (TuS Winterscheid)/Mikolaschek.

Zudem gab es noch einen Mixed-Wettbewerb, in dem sich die Bayreuther ihre nächste Medaille sicherten. Neubig/Kotschenreuther holten hinter Mikolaschek/Baus (beide Borussia Düsseldorf) und Hentig/Christof Müller (RSG Koblenz) Bronze. Der Einzelgewinner Kober kam mit Gudrun Högemann (Sindelfingen) auf Rang vier. red