Die Liste der Langstrecken-Rennen, die GT-Fahrer Christopher Haase aus Kirchleus gewonnen hat, ist lang: Die 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Spa-Francorchamps sowie das 12-Stunden-Rennen in Sepang. Beim 12-Stunden-Rennen in Bathurst gelang es ihm aber nicht, einen weiteren Sieg hinzuzufügen. Im Wettbewerb um und auf dem Mount Panorama gelang Haase ein starker Start und lange fuhr er mit seinem Team auf Position 2 - bis ein Motorschaden den ersehnten Podiumsplatz verhinderte.


Traumhafter Start

"Du fährst in der Dunkelheit los, nach einer Viertelstunde kommt der Sonnenaufgang, es ist traumhaft", beschreibt Haase das besondere Fahrerlebnis, das aber auch seine Tücken hat: "Gleichzeitig ist die Strecke sehr anspruchsvoll, da die Sichtverhältnisse schwierig sind." Der Kirchleuser konnte damit aber gut umgehen: "Vom Start weg lagen wir konstant auf Platz zwei und konnten einen guten Vorsprung auf den Dritten halten. Dass der Münchner an der Spitze etwas zu flott war, spielte dank der vielen Safety-Car-Phasen keine große Rolle."

Mit Christopher Mies und Markus Winkelhock hatte Haase zwei starke Teamkollegen an seiner Seite. Bereits im Training lief es für das schnelle Trio außergewöhnlich gut, und im Qualifying erreichte Haase nicht nur das Top-Ten Shoot-Out, sondern er platzierte seinen Audi R8 LMS sogar auf dem dritten Startplatz.

"Im letzten Jahr hatten wir wenig Chancen, dieses Mal konnten wir um das Podium kämpfen", blickt Haase positiv zurück, auch wenn es kein erfolgreiches Ende nahm: "Wir sind clean und clever gefahren, unser Team und unsere Ingenieure hatten die beinahe perfekte Strategie und meine Kollegen haben eine Spitzenleistung abgeliefert - aber dann riss Markus eineinhalb Stunden vor Schluss die Antriebswelle", erklärte Haase. "Da ist man machtlos, so etwas passiert bei Langstreckenrennen leider. Es tut trotzdem weh, weil wir wissen, dass wir ganz oben hätten stehen können."


Viele Unfälle

Immerhin wurde das Team nicht in einen der zahlreichen Unfälle verwickelt, die jedes Jahr auf der Strecke in Bathurst passieren. "Gott sei Dank ist niemand ernsthaft verletzt worden. Da zeigt Bathurst seine Zähne: Die Strecke ist wie der Nürburgring: Sie verzeiht nicht den kleinsten Fehler", sagte Christopher Haase nach dem Rennen. red