Nur 59 erzielte Punkte, kaum eine Chance zum Sieg - den Ausflug nach Frankfurt hatten sich die mitgereisten BBC-Fans am zweiten Weihnachtsfeiertag sicher ganz anders vorgestellt. Mit 59:76 zog Bayreuth beim damaligen Schlusslicht der Basketball-Bundesliga den Kürzeren. Die Partie bei den Hessen war der Tiefpunkt der Bayreuther Niederlagenserie von sechs Spielen.

Seitdem hat sich die Mannschaft von Headcoach Marco van den Berg wieder gefangen und vor allem in der heimischen Oberfrankenhalle mit drei Siegen in Folge für viel Grund zur Freude gesorgt. Diese Serie soll auch am heutigen Samstag halten, wenn es um 19.30 Uhr zum Rückspiel gegen die Fraport Skyliners kommt.

Für die von Muli Katzurin betreuten Frankfurter läuft die Saison sicher nicht nach Wunsch. Spieler mussten ausgetauscht werden, und bislang konnte man nur sechs Erfolge einfahren. Somit rangiert die Mannschaft der Skyliners derzeit auf dem 16.
Tabellenplatz der Bundesliga - ein Indiz für einen leichten Gegner ist dies jedoch nicht.

"Kein schlechtes Team"

"Frankfurt hat kein schlechtes Team, die Tabelle sagt darüber nicht allzu viel aus", warnt Marco van den Berg. Seit dem Sieg über den BBC haben die Sky liners nur noch einmal - beim 79:59 im Hessenderby in Gießen - das Parkett siegreich verlassen können. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Serie: beim heimstarken Mitteldeutschen BC, gegen die Artland Dragons und beim FC Bayern München.

Frankfurt hat sich nochmals verstärkt und aus Gießen zwei Aktivposten verpflichtet: LaQuan Prowell (Power Forward, USA, 28, 203 cm) und Ryan Brooks (Shooting Guard, USA, 24, 193 cm). Einer der wichtigsten Spieler ist Zachery Peacock (Power Forward, USA, 25, 203 cm). Er ist mit einem Schnitt von 15,7 Punkten pro Spiel bester Werfer der Gäste. "Das Duell von Gary McGhee gegen Zachery Peacock wird mitentscheidend sein", prognostiziert der Bayreuther Trainer.

Vier-Punkte-Spiel

"Wir haben uns auf ein Vier-Punkte-Spiel vorbereitet, von denen wir in letzter Zeit sehr viele hatten", betont Marco van den Berg. "Wir müssen versuchen, die Turnover im Griff zu haben. Im Hinspiel hatten wir 25, das war natürlich viel zu viel. Die Frankfurter sind ein Team, das unheimlich viel Druck macht, und damit haben sie uns im Hinspiel voll erwischt. Wir werden es diesmal sicher besser machen!"