Das Wettkampfteam Frankonia des All-Style-Karate-Dojo Gack in Kulmbach erkämpfte sich bei der süddeutschen Meisterschaft in Hauzenberg dreimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Zudem holten zwei Kämpfer den vierten Platz in den Disziplinen Kickboxen und realistische Selbstverteidigung. Mit dieser guten Leistung hat das Team die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Manchester und San Marino geschafft.


Dietrich beim Kickboxen vorn

In der Kategorie Kickboxen Leichtkontakt bis 45 Kilo startete vom Team Gack als erstes die 11-jährige Lisa Dietrich. Ihre Vorrundenkämpfe meisterte die Kulmbacherin mit Leichtigkeit. Im Finalkampf traf sie auf die Europameisterin Mara Hähnel aus Schweinfurt. Dietrich ließ sich nicht beeindrucken und präsentierte sich selbstbewusst. Gleich zum Wettkampfbeginn setzte sie ihrer Gegnerin hart zu, sodass der Kampfrichter unterbrechen musste. Er ermahnte beide Kämpferinnen, dass es sich um einen Leicht- und nicht um einen Vollkontakt-Kampf handelt. Als der Kampf wieder begann, setzte die Kulmbacherin zwei gekonnte Halbkreis-Fußtritte zum Kopf ihrer Gegnerin, was ihr vier Punkte brachte. Gefolgt von gekonnten Box- und Fußtechniken setzte Dietrich ihrer Gegnerin so sehr zu, dass dieser nur noch der Rückzug blieb. Diese Taktik behielt die Kulmbacherin die ganzen zwei Minuten bei, sodass ihr am Ende der Runde mit 3:0 Kampfrichterstimmen der erste Platz und die Goldmedaille sicher waren.
Rene Ehrnsperger vom Kulmbacher Team war in der Gewichtsklasse bis 25 Kilo gemeldet, in der es jedoch keine Gegner gab. So entschloss sich Trainer Gack ihn in der nächsthöheren Klasse bis 30 Kilo starten zu lassen. Hier hatte es Ehrnsperger schwer, biss sich jedoch von Anfang an durch, belegte den dritten Platz und holte sich die Bronze-Medaille.


Bauer verliert im Finale

In der Kategorie bis 60 Kilo war der Kulmbacher Martin Bauer am Start. Auch er setzte sich souverän durch und kämpfte sich ins Finale. Dort hatte Bauer es mit einem sehr erfahrenen Gegner zu tun. Der Kulmbacher versuchte es mit verschiedenen Boxtechniken, die Cornelius Hoffmann jedoch vereitelte. Bauer setzte nun mit gekonnten Fußtechniken nach und sammelte somit erste Punkte. Die Erfahrung seines Gegners setzte sich schließlich durch, und so belegte Bauer den zweiten Rang mit 3:2 Kampfrichterstimmen.


Beeindruckende Leistungen

In der Kategorie realistische Selbstverteidigung waren sieben Kämpfer aus Kulmbach am Start. In der Gruppe der 13- bis 17-Jährigen startete Weltmeister Luca Gahn (11) und der deutsche Meister Julius Pöhlmann (11). Beide ließen ihrer Konkurrenz aus Vilsburg und Gräfelfing keine Chance: Gahn belegte den ersten Platz, Pöhlmann den zweiten. Michael Nützel (14) belegte den vierten Rang.
In der Kategorie Damen (Ü18) startete Daniela Gahn. Und auch sie ließ ihre Gegnerinnen aus Bregenz, Gräfelfing und Vilsburg weit hinter sich und holte die nächste Goldmedaille nach Kulmbach. Thomas Haubold und Jürgen Dörfler gingen in der Kategorie Veteranen (Ü40) an den Start. Haubold landete auf Rang 3, gefolgt von seinem Teamkollegen Dörfler.
In der Meisterklasse der Schwarzgurte schickte Cheftrainer Gack den Grüngurt Toni Nikolic an den Start, der sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nikolic musste sich schließlich nur dem Schwarzgurtträger Bernd Ulshöfer (4. Dan) aus Gräfelfing geschlagen geben. Der Kulmbacher belegte somit Platz 2. red