Überraschende Lösungen bei der Bezirksliga-Einteilung: In einem zweistündigen Treffen der 37 Klubs mit der Bezirksspielleiter Günter Hahn, Neuenmarkt, entschied man sich, in der neuen Saison mit 17 Vereinen in der Fußball-Bezirksliga Ost zu spielen und mit einer 20er-Liga im Westen. "Nach einer intensiven Diskussionen und Kompromissbereitschaft von allen Seiten gab es teils überraschende Ergebnisse, die von allen Vereinen und dem Bezirksausschuss getragen werden", so Hahn.

"Bei einer Teilung in 19 und 18 Vereine, egal ob Nord/Süd oder West/Ost, hätte es immer Härtefälle gegeben. Verständlicherweise war keiner der betroffenen Vereine bereit, freiwillig in die andere Liga zu wechseln", erläutert der Bezirksspielleiter. Bei dem Kompromiss gebe es keine Härtefälle.
Hahn weiter: "Hier kommt nicht nur zum Tragen, dass jeder Verein in seinem angestammten Kreis verbleibt, auch die unterschiedliche Witterungsverhältnisse, im letzten Winter ein großes Problem, werden berücksichtigt."

Die Einteilung sieht folgendermaßen aus:

Bezirksliga Ost:
SSV Kasendorf, VfB Kulmbach, TSC Mainleus, TSV Neudrossenfeld II, FSV Bayreuth (A), SpVgg Bayreuth II, TSV Bindlach (N), SV Mistelbach, FC Eintracht Münchberg, ATSV Münchberg-Schlegel (N), SG Regnitzlosau, SpVgg Selb 13, FC Steinbach-Dürrenwaid, TSV Thiersheim (A), ZV Thierstein, FC Tirschenreuth (N), SpVgg Wiesau (N).

Bezirksliga West:
FC Coburg, SV Dörfleins, TSV Ebensfeld, TV Ebern, SpVgg Germania Ebing, SpVgg Eicha (N), VfL Frohnlach II, TSV Hirschaid, ASV Kleintettau, FC Kronach, FC Lichtenfels, TSV Ludwigsstadt (N), TSV Meeder, SV Memmelsdorf II, SV Merkendorf (N), TSV Mönchröden, TBVfL Neustadt-Wildenheid, FC Oberhaid (A), FC Redwitz und TSV Staffelstein.

Abstieg und Relegation

Die Lösung ("nicht ganz konform mit der Spielordnung") ist Hahn zufolge nur zustandegekommen, weil alle 37 Vereine auf Einspruch oder Beschwerde verzichtet hätten. Das zweite Problem - verstärkter Abstieg in der 20er-Liga - konnte durch den Vorschlag des Spielleiters gelöst werden: Die Zahl der Direktabsteiger wird beibehalten, dafür aber die Zahl der Relegationsteilnehmer erhöht. Das bedeutet: Beide Ligen haben drei feste Absteiger (West: 20., 19. und 18.; Ost: 17., 16. und 15.); im Westen gehen vier Klubs in die Relegation (17., 16., 15. und 14.), im Osten zwei (14. und 13.). Diese sechs Bezirksligisten spielen mit den sechs Vizemeistern der Kreisligen - unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in der Bezirksliga ein Platz von 37 auf 36 Vereine abgebauten werden muss - mindestens drei Plätze in der Bezirksliga aus. "Wenn der Auf- und Abstieg zwischen den Bezirksligen und Landesligen für Oberfranken optimal laufen würde, könnten diese zwölf Mannschaften neun Plätze ausspielen", so Hahn.

Weiterhin stimmten die Vereine dem Vorschlag des Spielleiters zu, künftige Wochenspiel-tage nicht mehr Mittwoch/Samstag, sondern Freitag/Sonntag auszutragen. Damit will man das Problem Arbeitsplatz, Studenten, Berufspendler usw. entschärfen. Der Regelspieltag für die Bezirksligen wurde deshalb von Samstag auf Sonntag geändert.

Anstoßzeiten geändert

Ferner wurden die Regelanstoßzeiten wie folgt modifiziert: Juli bis Oktober 16 Uhr, November bis Februar 14 Uhr, März bis Juni 16 Uhr. Die geänderten Anstoßzeiten sind nach Hahns Worten ein Wunsch der Juniorenspielleiter. "Die Vereine haben aber weiterhin das Recht bei Heimspielen den Tag - Samstag oder Sonntag - und die Anstoßzeit zu bestimmen", betont der Bezirksspielleiter.

Das Eröffnungsspiel mit Rahmenprogramm findet beim FC Eintracht Münchberg (gegen Bindlach) statt. Es wird geprüft, den geplanten Termin am Freitag, 19. Juli, um einen Tag vorzuverlegen, um dem Bayernliga-Start in Bayreuth (gegen Weiden) aus dem Weg zu gehen.

Die gemeinsame Arbeits tagung der Bezirksligen findet am Samstag, 6. Juli, im Sportheim des FC Eintracht Münchberg statt; Beginn 9.30 Uhr.