Klippenspringer Christian Wurst konnte bei der Red-Bull-Cliff-Diving-World-Series in Kopenhagen nicht zeigen was er drauf hat: Der Ex-Kulmbacher absolvierte in Kopenhagen nach einer schmerzhaften Prellung im ersten Trainingssprung mit zusammengebissenen Zähnen zwei von vier Wettkampfsprüngen, musste dann den Wettbewerb allerdings vorzeitig abbrechen. Er landete auf Rang 14.

Mit einer nahezu perfekten Ausführung seines "Blind entry"-Sprunges sicherte sich der 29-jährige Russe Artem Silchenko den Sieg. Er hatte schon den ersten Wettbewerb in La Rochelle (Frankreich) gewonnen.

27 000 begeisterte Zuschauern erlebten die Meisterklasse des Klippenspringens in einem spannenden Wettkampf von der 28-Meter-Plattform am Dach des Kopenhagener Opernhauses. Niemals zuvor in einem World-Series-Wettkampf gaben die Punktrichter viermal die Zehn für einen Sprung von Silchenko, dessen Gesamtpunktewert von 522,40 ebenfalls ein neuer Rekord ist. Gary Hunt (England/506,80) wurde Zweiter, Orlando Duque (Kolumbien/464,40) Dritter.

"Ich bin sehr enttäuscht"

Für Christian Wurst führte eine Verletzung zum vorzeitigen Abbruch. Er erklärte, wie es dazu kam: "Ich bin sehr enttäuscht. Wegen einer kleinen Unaufmerksamkeit im Training habe ich mir das Steißbein geprellt. Ich bin dann am Freitag im ersten Durchgang dennoch an den Start gegangen und war mit meiner Leistung auch zufrieden. Jedoch ließen die Schmerzen bis Samstag nicht nach, und ich entschied mich, den Wettkampf vor dem dritten und vierten Sprung abzubrechen.

Für den Ex-Kulmbacher blieb nur der 14. und letzte Platz (126,00). "Mein Ziel war es, alle Sprünge sauber abzuliefern. Deshalb hoffe ich auf eine neue Chance bei der Red-Bull-Cliff-Diving-World-Series", so der jetzt im Landkreis Passau wohnenden Sportlehrer.

Nach zwei eher kühlen Stopps in Frankreich und Dänemark ist es nur eine Woche bis zum nächsten Wettkampf: Am 29. Juni gastieren die Klippenspringer auf den Azoren.