Connecticut/Kirchleus — Das sechste von zehn Rennen zur GTD-Meisterschaft der United SportsCar Championship (USCC) in Limerock Park (Bundesstaat Connecticut) geriet für das Team Paul Miller Racing zu einer Berg- und Talfahrt der Gefühle. Nachdem Christopher Haases US-amerikanischer Teamkollege Dion von Moltke im Qualifikationstraining die Pole Position erobern konnte, nahm das Rennen - trotz Überlegenheit - einen bitteren Verlauf.

Alles läuft nach Plan

"Für uns lief es ab dem ersten Training extrem gut", erzählt ein extrem enttäuschter Christopher Haase. "Nach der Pole in der Qualifikation konnten wir das Rennen durch unsere Ausgeglichenheit dominieren. Wir lagen die ganze Zeit in Führung, hatten super Boxenstopps und die richtige Strategie. Ich habe den Audi R8 LMS dann von Dion in Führung liegend übernommen.
Die Chancen standen gut, dass wir dieses Ergebnis auch ins Ziel bringen und unseren ersten Saisonsieg feiern können", so Haase, der am Ende aber - wie das gesamte Team - enttäuscht wurde.

Der 27-jährige Kirchleuser erzählt, wie es zum Ausfall kam: "Wir haben dieses Rennen gemeinsam mit den schnelleren Prototypen-Fahrzeugen der PC-Meisterschaft bestritten. Nach rund 20 Minuten Fahrzeit hatte ich im letzten Streckenabschnitt einen davon im Rückspiegel und wollte ihn vor der letzten, schnellen Kurve vorbeilassen. Hinter dem PC-Fahrzeug war allerdings noch ein zweiter Wagen, den ich nicht sehen konnte. Dieser hat mich dann vor der letzten Kurve überholt. Damit nahm das Unglück seinen Lauf, denn für mich war klar, dass dies der PC hinter mir war. Als ich eingelenkt habe, war dann aber plötzlich einer neben mir. In dieser schnellen Passage ist aber kein Platz für zwei Autos, man muss dort innen fahren."

Der Audi R8 LMS von Paul Miller Racing wurde durch den Aufprall in die Reifenstapel geschleudert: "Beide Fahrzeuge sind relativ stark beschädigt, ich denke das wäre vermeidbar gewesen", ärgert sich Christopher Haase.
Auch wenn kurz nach dem Rennen die Enttäuschung überwog, blickt der Audi-Pilot schon wieder nach vorne: "Wenn man ein perfektes Rennen fährt, das dann so endet, ist es natürlich extrem ärgerlich. Allerdings führen wir weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung in der Meisterschaft und werden im nächsten Rennen wieder voll angreifen!" M.W.