Die 53. Ausgabe des 24-Stunden-Klassikers von Daytona war spannend wie immer - und herausfordernd wie schon lange nicht mehr. Wechselnde Sraßenverhältnisse, starker Verkehr und enorm hohes Tempo verlangten den Fahrern alles ab, kaum ein Team blieb in diesem Jahr von Problemen verschont.
Auch das Fahrer-Quartett Christopher Haase, Dion von Moltke, Rene Rast und Bryce Miller vom Rennstall Paul Miller Racing hatte seine Mühen, den Audi R8 LMS mit der Startnummer 48 ins Ziel zu bringen. Am Ende reichte es immerhin nochzu Rang 5 in der GTD-Klasse, der wichtige Punkte für die USCC-Jahreswertung brachte.
Im Qualifikationstraining pilotierte Christopher Haase den Audi R8 LMS auf Startplatz 11: "Ich glaube, wir sind eine Spur zu viel Flügel gefahren", war der 27-Jährige dennoch nicht hundertprozentig zufrieden. "Dadurch habe ich auf den langen Geraden etwas Top-Speed verloren.
Und in den Kurven hat das Mehr an Grip nicht so viel Zeitgewinn gebracht."
Das Rennen selbst begann für das Team dann etwas schwierig. Über Nacht hatte es geregnet, der Grip auf der Strecke war verändert, was dem Audi R8 LMS zu schaffen machte. Erst mit dem Einsetzen der Nacht wurde es trockener, und von da lief es besser. Die vier Piloten machten Platz um Platz gut und übernahmen sogar die Führung.
Doch dann bekam der Audi mit der Startnummer 48 Probleme, wie Christopher Haase berichtet: "Unsere Hinterachse wurde im Laufe der Zeit schlechter, und das Auto war heikel zu fahren, was unserem Team einen Abflug neben die Strecke bescherte." Die notwendigen Reparaturarbeiten kosteten einige Runden. Dann flog bei Christoher Haases Einsatz auch noch die Fronthaube auf - ein weiterer Boxenbesuch wurde notwendig.

Plötzlich Getriebeprobleme

Haase, Rast, von Moltke und Miller starteten erneut eine Aufholjagd. Doch vier Stunden vor Rennende gab es plötzlich Getriebeprobleme. "Wir mussten extrem vorsichtig sein, teilweise höhere Gänge fahren. Da war an ein Attackieren nicht mehr zu denken. Von da an lautete die Devise, den 6. Platz irgendwie abzusichern. Dass ich ausgerechnet in den letzten zwei Runden noch den Fünftplatzierten abfangen konnte, war großes Glück, der hatte nämlich auch Probleme bekommen", erzählt Christopher Haase, der sich trotz der vergebenen Siegchance auch über Platz 5 freut: "Das ist eine tolle Ausgangsposition für die Meisterschaft, diese Punkte werden am Ende der Saison wohl noch extrem hilfreich sein. Außerdem haben wir eine super Mannschaftsleistung erbracht und konnten zeigen, wie schnell der Audi R8 LMS ist."