Die 3140 Zuschauer, darunter 300 lautstark anfeuernde Bayreuther, erlebten in der ausverkauften s.Oliver-Arena in Würzburg ein packendes Frankenderby. Kein Team konnte sich in der regulären Spielzeit weiter als fünf Punkte absetzen. So stand das Spiel durchweg "auf des Messers Schneide". 60 Sekunden vor dem Ende hatte Würzburgs Neuzugang Dewayne Anderson die Chance, an der Freiwurflinie auszugleichen, doch der Amerikaner traf nur einmal zum 67:68.

Besser machte es wenig später Bayreuths Spielmacher Simon Schmitz, der vier Freiwürfe in Folge zum zwischenzeitlichen 67:72 verwandelte und damit bei verbleibenden 20 Sekunden für die Entscheidung sorgen konnte.
Den Schlusspunkt für die Wagnerstädter setzte dann einer der besten Akteure auf dem Feld: Beckham Wyrick, der Würzburgs "Wurfmaschine" Jimmy McKinney "an die Kette gelegt" und ihr nur magere sechs Punkte gönnte, traf ebenfalls von der Freiwurflinie.

Neben Wyrick (13/3) ragten bei den geschlossen und kampfstark auftretenden Bayreuthern noch Jason Cain (15/1) und Spielmacher Bryan Bailey heraus, der nach einer durchwachsenen ersten Hälfte heiß lief und am Ende mit 19 Punkten (2 Dreier) zum Topscorer der Partie avancierte.
"Das war ein rasantes Spiel, jeder Augenblick war Kampf pur. Es gab eigentlich keinen unwichtigen Moment, beide Teams haben sehr viel investiert", sagte BBC-Coach Marco van den Berg zufrieden.


Würzburg - BBC Bayreuth 67:73 (17:17;13:15;20:16;17:25)
s.Oliver Baskets Würzburg: King (10/1), McIntosh (7/1), Stuckey (5/1), Jacobsen (2), McNaughton (8), Boone (17), Clay (1), McKinney (6), Anderson (8), Little (3/1).
BBC Bayreuth: Spöler, Simon (2), Bailey (19/2), Trapani (9), Durant, Zeis, Schmitz (10/2), Wyrick (13/3), McGhee (3).
Fouls: Würzburg 30, Bayreuth 19.