Ein Blitzstart und ein starkes Finish haben den Bayreuth Tigers am Donnerstagabend zwei Punkte gegen die Lausitzer Füchse gesichert. Das Team von Coach Petri Kujala setzte sich mit 3:2 nach Verlängerung gegen Weißwasser durch. Schwieriger wird die nächste Aufgabe am heutigen Samstag (19.30 Uhr) bei den Löwen Frankfurt.

DEL2

Bayreuth Tigers -

Lausitzer Füchse 3:2 n. V.

(1:1, 0:1, 1:0/1:0) Start nach Maß für die Tigers: Nach neun Sekunden zog Markus Lilich aus der Halbdistanz ab und traf für die Bayreuther zur Führung. Das optische und spielerische Übergewicht, das die Tigers bis etwa zur Mitte des Drittels hatten, konnte nicht in etwas Zählbares umgemünzt werden. Nachdem der vorher auf die Strafbank gewanderte Reichel zurück auf dem Eis war, glichen die Gäste durch Nicholas Ross mit ihrem erst zweiten Torschuss aus. Zum zweiten Abschnitt kam Herden für Wölfl, der leicht angeschlagen war, ins Tor. Die Tigers hatten zwar die erste Chance des Drittels, konnten aber insgesamt nicht mehr an ihre Leistung aus den ersten 20 Minuten anknüpfen. Die Gäste waren klar am Drücker und gingen nach 25 Minuten durch Clark in Führung.

Im letzten Drittel kamen die Tigers zur Mitte des Abschnitts gefährlicher vor das Gästetor. Zunächst war Bindel aus kurzer Distanz noch an Carruth gescheitert, doch dann nahm Rajala den Abpraller auf und verwertete diesen mit einem platzierten Schuss in den Winkel zum Ausgleich. Dass Järveläinen eine Kombination über Karlsson und Rajala nicht zur Führung nutzte, rächte sich beinahe im Anschluss, als Lillich eine Scheibe, die hoch aufs Tor kam, mit der Faust aus dem zu diesem Moment leeren Tor boxte.

In der Overtime scheiterte zunächst Davidek an Carruth, ebenso wie Meisinger und Davis. Allerdings hätte auf der anderen Seite auch Andres seinen Füchsen den Zusatzpunkt sichern können, doch er fand seinen Meister in Herden. Danach lief Järveläinen über die rechte Seite ins Drittel und bediente zentimetergenau Meisinger in der Mitte, der die Scheibe im Netz unterbrachte und damit den Zusatzpunkt für die Tigers sicherte.

Bayreuth: Wölfl, Herden (ab 21.), N. Zimmermann - Davis, Schug, Pokovic (2), Karlsson (2), Schmitz - Lillich, Kolozvary, Davidek, Bindels, Rajala (2), Järveläinen, T. Zimmermann, Meisinger, Schumacher (2), Nix / Strafen: 8 / 8 / Tore: 1:0 (1.) Lillich, 1:1 (12.) N. Ross, 1:2 (25.) Clark, 2:2 (48.) Rajala, 3:2 (65.) Meisinger

Löwen Frankfurt (5.) -

Tigers Bayreuth (9.)

Erst am Dienstag waren die Löwen aus Frankfurt im Tigerkäfig zu Gast und sicherten sich 15 Sekunden vor Ende der Overtime den Zusatzpunkt. Max Faber gelang dabei im zweiten Spiel in Folge der "Gamewinner" in der Verlängerung, nachdem er bereits am vergangenen Sonntag gegen Freiburg erfolgreich war. Am Donnerstag unterlagen die Frankfurter dem nordhessischen Rivalen Kassel mit 1:4. Aktuell stehen die Löwen auf Tabellenplatz 5. Ein Platz unter den ersten vier Teams ist das Minimalziel für das Team von Trainer Franz-David Fritzmeier.

Die Tigers müssen weiter auf Tyler Gron und Nicklas Mannes verzichten. Ob Marco Wölfl nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Weißwasser auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig. Nicht mal 48 Stunden später geht es dann für die Bayreuther übrigens schon mit einem Heimspiel gegen den EV Landshut (Montag, 20 Uhr) weiter. A.V.