Schlechter Start in die Hammer-Woche mit drei Spielen binnen fünf Tagen: In der DEL2 haben die Bayreuth Tigers beim oberen Tabellennachbarn Dresdner Eislöwen mit 1:4 verloren. Am heutigen Donnerstag geht es für die Tigers aber schon wieder weiter: Tabellenführer Kassel Huskies gastiert im Tigerkäfig.

DEL2

Dresdner Eislöwen - Bayreuth Tigers 4:1 (1:0, 0:0, 3:1)

"Wir haben im ersten und zweiten Drittel ziemlich diszipliniert gespielt und hatten genug Chancen, das Spiel enger zu gestalten. Letztlich hat es nicht geklappt und Dresden war im letzten Drittel besser", sagte Tigers-Coach Petri Kujala nach der Niederlage in Dresden. Zwar hatten die Eislöwen im ersten Abschnitt mehr vom Spiel, nennenswerte Möglichkeiten erspielten sich die Sachsen aber nicht.

Im einzigen Überzahlspiel im ersten Durchgang war es der an diesem Abend zurückgekehrte Tigers-Goalie Herden, der mit einer starken Reaktion gegen Ritter den Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite verpasste Schumacher die Gäste-Führung. Kurz vor der Pause dann doch noch die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung durch Biezais, der im Slot stehend an die Scheibe kam und diese über die Linie drückte.

Keine Treffer fielen im zweiten Abschnitt - obwohl die Bayreuther zu einigen guten Chancen kamen. Im Powerplay - wieder gab es eine Hinausstellung in diesem Drittel - hatte Davidek die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Aber auch Karlsson, Järveläinen und Gron verpassten in der Folge das 1:1. Mitten in die Bayreuther Druckphase war es Dresdens Ranta, der gefährlich vors Tor kam und nur den Pfosten traf. Ein Powerplaytreffer durch Huard zu Beginn des dritten Abschnitts brachte Auftrieb für die Gastgeber. Auch ein Pfostentreffer von Pokovic, sowie der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Lillich ließ die Eislöwen nicht nervös werden. Swinnen traf zum 3:1 und als die Tigers Goalie Herden für einen sechsten Feldspieler herausnahmen, markierte Filin mit einem Empty-Net-Goal den 4:1-Endstand.

av Tore: 1:0 Biezais (19.), 2:0 Huard (42., 5 gegen 4), 2:1 Lillich (47.), 3:1 Swinnen (50.), 4:1 Filin (60., Empty-Net-Goal) / Strafminuten: 4/6

Bayreuth Tigers - Kassel Huskies

Mit den Kassel Huskies gastiert der souveräne Tabellenführer im Tigerkäfig. Nach zuletzt fünf Siegen in Serie beträgt der Vorsprung auf Verfolger Bietigheim satte 15 Punkte. Die Huskies sind auf bestem Weg zum Hauptrundensieg - und legten personell trotzdem noch einmal nach. Zuletzt verstärkte Kassel den Kader mit Stürmer Vinny Saponari, der zuvor in der DEL für Krefeld im Schnitt 0,5 Punkte pro Spiel sammeln konnte.

Die Zahlen der Hessen sind eindrucksvoll: Die Huskies stellen einen der besten Angriffe der Liga (120 Tore) und haben die mit Abstand beste Abwehr der Liga (63 Gegentore). Topscorer ist der kanadische Verteidiger Troy Rutkowski (8/26) vor seinen stürmenden Landsleuten Corey Trivino (6/26) und Philippe Cornet, der für seine 31 Scorerpunkte lediglich 17 Spiele brauchte.

Vergleichsweise bescheiden für ein Spitzenteam sind die Huskies aber im Powerplay unterwegs. Mit 19 Prozent Erfolgsquote liegen die Gäste nur auf dem neunten Platz. Beim Penaltykiling ist Kassel aber das Maß der Ding. Hier beendet man 84,4 Prozent aller Unterzahlspiele erfolgreich.

Der Form-Check geht klar an die Gäste, die aus den vergangenen fünf Spielen 14 Punkte geholt haben. Bei den Tigers sind nur drei von 15 möglichen Zählern auf das Konto gewandert. Für die Bayreuther geht es vor allem darum, das Spiel lange offen zu halten oder bestenfalls ein frühes Tor zu erzielen, um die Huskies aus dem Konzept zu bringen und sich nicht das Spiel aufzwängen zu lassen. Beide bisherigen Duelle gingen an die Huskies, Ende November konnten die Tigers aber einen Punkt ergattern.