"Natürlich fällt es nach so langer erfolgreicher Zusammenarbeit sehr schwer, einen Schnitt zu machen. Aber wir hoffen, den für beide Seiten besten Zeitpunkt dafür gefunden zu haben," erklärt ASV-Vorsitzender Alfred Arnold.
Gröger selbst zeigt sich überrascht: "Ich hätte schon gerne weitergemacht", gibt er unumwunden zu, "aber die Entscheidung des Vereins habe ich zu akzeptieren und gehe trotz allem ohne Groll." Vielleicht kann die erfolgreiche Zusammenarbeit noch mit einem Höhepunkt gekrönt werden. Nämlich dann, wenn der ASV entweder direkt oder über die Relegation doch noch auf den Bayernligazug aufspringt.

Vier Aufstiege gefeiert


2004 trat Heiko Gröger, der einst lange Jahre für die SpVgg Bayreuth und den SC Weismain kickte, beim ASV Hollfeld seine erste Trainerstation an. Der C-Lizenz-Inhaber führte die "Rot-Weißen" gleich von der Kreisklasse in die Kreisliga. Drei weitere Aufstiege sollten folgen, bis der ASV in der Landesliga angekommen war und sich dort seit 2008 etabliert hat.
Aus größtenteils einheimischen Spielern und Rückkehrern hat Heiko Gröger Jahr für Jahr eine schlagkräftige Elf geformt. Am Ende bewies er auch das Talent, mit externen Leuten gut zu arbeiten. "Es hat richtig Spaß gemacht", zieht der bei der Stadt Bayreuth beschäftigte Familienvater schon jetzt Bilanz seiner Arbeit.
"Die Erfolgsstory ASV Hollfeld wird immer mit dem Namen Heiko Gröger in Verbindung gebracht werden. Er ist ein wichtiger Teil unserer ASV-Familie geworden", würdigt Arnold die großen Verdienste des Oberpreuschwitzers. Am Mittwoch wurde der Mannschaft die Entscheidung mitgeteilt. "Das ging mir doch schon an die Nieren", gibt Arnold zu.
Noch keine Gedanken hat sich Gröger um seine Zukunft gemacht. "Jetzt wollen wir erst einmal das Saisonziel erreichen, dann kann man weitersehen", sagt der aus der Jugend des FC Eintracht Bayreuth hervorgegangene Kicker, der in der A-Jugend bei der SpVgg Bayreuth landete und über Weismain, Schweinfurt und Hof letztlich in Hollfeld seine Trainerkarriere begann. "Angebote liegen mir bisher keine vor", plaudert der 40-Jährige aus dem Nähkästchen, "aber wenn ich etwas mache, dann muss es schon eine reizvolle Aufgabe sein."
Die Verhandlungen mit dem Nachfolger von Heiko Gröger stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Doch der Verein will den Namen erst dann preisgeben, wenn die Unterschrift unter dem Vertrag trocken ist.

Persigehl nach Selbitz


Auch ein Spieler wird im Sommer den ASV Hollfeld verlassen. Der 25-jährige Mittelfeldspieler Ricardo Persigehl wechselt zum Landesliga-Spitzenreiter SpVgg Selbitz. Der Sachse, der früher für die Oberligisten VFC Plauen und VfB Auerbach kickte und derzeit in Bayreuth wohnt, zählte beim ASV Hollfeld zu den Leistungsträgern. In der laufenden Saison brachte es Persigehl auf fünf Tore in 25 Spielen. hh/ab