Wieder zeigten die Bayreuth Tigers in der DEL 2 eine starke Leistung gegen die Spitzenmannschaft der Löwen Frankfurt. Doch vier schwache Minuten in der Anfangsphase bringen die Tigers um die nächste Überraschung. Mit dem EV Landshut gastiert am heutigen Montagabend (20 Uhr) eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller im Tigerkäfig.

DEL 2

Löwen Frankfurt - Bayreuth Tigers 4:3 (3:1, 1:2, 0:0)

Drei Tore in 75 Sekunden: Das zweite Spiel binnen den Tigers und den Löwen begann spektakulär. Freuen durften sich aber nur die Hausherren, die den Gästen in der dritten und vierten Minuten gleich drei Gegentreffer einschenkten. Bitter aus Sicht der Bayreuther: Die ersten beiden Treffer durch Mieszkowski und MacAulay waren abgefälschte Schüsse. Schließlich durfte Lewandwoski seinen 100. Treffer im Löwen-Trikot erzielen und brachte die Frankfurter früh auf die Siegerstraße. Danach waren die Tigers stärker und verkürzten durch Lillich zum 1:3 nach dem ersten Drittel.

Vier Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da waren die Gäste endgültig wieder im Spiel. Nach zahlreichen Strafminuten auf beiden Seiten schnappte sich Järveläinen die Scheibe an der eigenen blauen Linie, lief zentral in die Angriffszone und zog schnell ab. Sein Schuss, der von einem Verteidiger der Löwen abgefälscht wurde, flog in hohem Bogen über Löwen-Goalie Klein zum 3:2 ins Tor. Nun erhöhten die Tigers den Druck und hatten durch Järveläinen und Kolozary gute Chancen auf den Ausgleich. Dann schlugen die Frankfurt mit der ersten Möglichkeit im zweiten Drittel eiskalt zu. Der Weitschuss von Stephan wurde noch geblockt, gegen den Nachschuss von Kretschmann war Tigers-Schlussmann Herden machtlos.

Mit einem Penalty hatten die Bayreuther danach die Chance, erneut zu verkürzen. Doch der gefoulte Bindels verschoss. Im Powerplay machten es die Gäste besser und kamen durch Davidek zum 3:4-Anschluss. Gegen Ende des zweiten Drittels wurden die Löwen aktiver, setzten die Tigers unter Druck und kamen zu einigen guten Chancen - genutzt wurde aber keine. Und das setzte sich im Schlussabschnitt fort, denn dort fielen keine weiteren Treffer mehr. Obwohl Davidek, Schug oder Davis gute Möglichkeuten für die Tigers hatten. Allerdings hätte auch Frankfurt den einen oder anderen Treffer setzten können. Etwa als Kretschmann in Unterzahl ein schnelles Break lief, aber an Herden scheiterte oder Schinko nach 52 Minuten am Bayreuther Schlussmann nicht vorbeikam. Letztlich wurden die Bayreuther - nach anfänglichen vier wilden Minuten - für ein gutes Spiel bei einem der Ligafavoriten nicht belohnt.av Tore: 1:0 Mieszkowski (3.), 2:0 MacAulay (4., 5 gegen 4), 3:0 Lewandowski (4.), 3:1 Lillich (10.), 3:2 Järveläinen (24.), 4:2 Kretschmann (28.), 4:3 Davidek (38., 5 gegen 4) / Strafminuten: 10/6

Bayreuth Tigers (9.) - EV Landshut (12.)

Spiele mit Beteiligung des EV Landshut sorgten zuletzt für mächtig Spektakel. Gegen Ravensburg (3:8), Freiburg (4:5) und Dresden (8:5) fielen Tore im Minutentakt. Und auch bei der jüngsten 4:5-Niederlage gegen Tölz sparten beide Teams nicht mit Tore. Nur am Donnerstag, beim 0:1 gegen Crimmitschau, war im Sturm Flaute.

Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen wollen die Landshuter gegen die Tigers ihren Negativlauf beenden. Die Statistik spricht dabei für die Niederbayern. Beide bisherigen Duelle gingen an Landshut: Anfang Dezember siegte der EV mit 7:4 im Tigerkäfig, im Januar setzte sich Landshut in eigener Halle mit 5:3 durch. Zudem ist der Tabellenzwölfte in einer Statistik die beste Mannschaft der DEL 2: Ligaweit verfügen die Niederbayern bei einer Quote von 83,7 Prozent über das beste "penalty killing".