Drei Rad-Marathons hatte sich der Kulmbacher Jan-Christoph Münch für seinen achttägigen Aufenthalt in den Alpen vorgenommen. Den Anfang machte der M3-Montafon-Mountainbike-Marathon. Der zur UCI-World-Series zählende Marathon lockte viele Top-Fahrer auf der Jagd nach Weltranglistenpunkten an, die man für eine Qualifikation zur jährlich stattfindenden Mountainbike-Marathon-WM benötigt. Um an solche Punkte zu kommen, mussten sich die Fahrer jedoch über 130 Kilometer mit 4500 Höhenmetern bei Temperaturen um die 30 Grad kämpfen.


Start am frühen Morgen

Um 7.30 Uhr fiel der Startschuss für den Marathon, der am höchsten Punkt über den Silvretta Stausee an der Biehlerhöhe führte. Der auf dem Mountainbike für das EBE-Racing-Team startende Jan-Christoph Münch rollte nach knapp über sieben Stunden Fahrzeit als Gesamt-38. und 20. seiner Altersklasse über die Ziellinie, was ihm einige Weltranglistenpunkte einbrachte. Direkt nach der Zieldurchfahrt ging es für Münch weiter nach Sankt Anton am Arlberg, wo am nächsten Tag der renommierte Arlberg-Giro auf ihn wartete. Zu überwinden waren auf dem Rennrad hierbei 148 Kilometer mit 2500 Höhenmetern. Leider meinte es das Wetter an diesem Tag nicht gut mit den 1300 Startern, da bereits wenige Minuten nach dem Startschuss starker Regen einsetzte.


Schwierige Bedingungen

Über den Arlberg Pass ging es durch das Klostertal über Bludenz nach Schruns hinauf auf die bereits am Vortag erklommene Biehlerhöhe. Von dort aus führte die Strecke über Galtür und Ischgl zurück nach Sankt Anton. Der für das Team Strassacker startende Münch war ab dem Klostertal Teil einer gut harmonierenden Gruppe, die nach einer Tempoverschärfung eines anderen Starters und Münchs hinauf zur Biehlerhöhe zerfiel. In der nun folgenden, 50 Kilometer langen Abfahrt, sammelten Münch und sein Begleiter diverse andere Fahrer ein, die sie noch auf dem Weg zurück nach Sankt Anton distanzierten. Nach vier Stunden und 30 Minuten Fahrzeit rollte Münch über die Ziellinie und war mit dieser Zeit im Hinblick auf die Belastung am Vortag zufrieden.
Zum Abschluss der Wettkampfwoche stand der Ischgl-Ironbike an, der jedes Jahr die absoluten Top-Marathon-Fahrer anzieht. Die Strecke mit 3820 Höhenmetern auf 79 Kilometern macht dem Namen "Ironbike" alle Ehre. Es schneite jedoch in den höheren Lagen des Silvrettas so stark, dass die Strecke auf 62 Kilometer mit 3000 Höhenmetern um den Anstieg auf die Greitspitze verkürzt werden musste. Um 8.30 Uhr fiel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt der Startschuss. Die Strecke führte zunächst über eine Schleife nach Galtür und zurück nach Ischgl. Von dort aus wartete ein 1500 Höhenmeter langer Anstieg über die Idalpe und im Anschluss eine schnelle Abfahrt nach Samnaun in der Schweiz auf die Starter. Von dort aus waren weitere 1200 Höhenmeter zu überwinden, bevor es mit Highspeed zurück nach Ischgl ging. Für die Strecke benötigte Münch knapp unter vier Stunden, was dem 52. Gesamtrang und dem 40. Rang seiner Altersklasse entsprach.


Am 27. August geht es weiter

Die nächsten Tage verbringt Münch mit längeren Trainingseinheiten, um sich auf den in der Schweiz stattfindenden Alpen-Brevet über 276 Kilometer und 7000 Höhenmeter am 27. August vorzubereiten. red