Gräbner war es, der vor einigen Jahren zunächst einen lockeren Schach-Stammtisch im "Weißen Rößl" initiierte und später dann bei der Awo und seinem Freund Heinz Nowack, der auch Vorsitzender des Ortsvereins ist, den Stein des Anstoßes für regelmäßige Spieletreffs im "Ratskeller" der Familie Reuther ins Rollen brachte.

Die Sache mit den Schul-Schach

Zwischendrin unterrichtete der passionierte Schachspieler sogar die Kinder der Stadtsteinacher Schule im königlichen Spiel. Der Anlass: Immer wieder hatten Mädchen und Jungen zu Weihnachten Schachcomputer geschenkt bekommen und waren am Regelwerk gescheitert ...

Auch jetzt noch steht der 63-Jährige jederzeit zur Verfügung, um dem Nachwuchs zum Bauern-, zum Springer- oder sogar zum Damen-Diplom zu verhelfen - in Ermangelung eines eigenen Schachclubs in Stadtsteinach inzwischen halt beim
Spieletreff der Awo.

Aber deren Vorsitzender Heinz Nowack legt großen Wert darauf, dass das Angebot bei den Treffen an jedem dritten Donnerstag eines Monats in "Ratskeller" möglichst breit aufgestellt ist. Denn: "Der Denksport Schach ist anstrengend", sagt er. "Nach einer Stunde möchte manch einer etwas anderes spielen." Und natürlich sollen auch alle diejenigen, die mit Schach-Strategien nichts am Hut haben, zu ihrem geselligen Recht kommen. Dame, Halma, Kanaster, Kartenspiele jedweder Art, Mikado und noch viel mehr Spiele finden sich im Angebot der Awo.

Jung und alt willkommen

"Das ist eine Einladung für jung und alt", betont der 60-jährige Stadtsteinacher. "Und natürlich kann auch jeder sein Lieblingsspiel mitbringen", fügt Nowack hinzu, in dessen Familie Gesellschaftsspiele schon seit Jahren von Bedeutung sind. Über die Weihnachtsfeiertage, so verrät seine Ehefrau Marianne, wenn die ganze Familie wieder in Stadtsteinach zusammenkommt, gibt es Jahr für Jahr ein auf dem Markt neues Spiel, in dem sich die Nowacks messen.

Schach-Stratege Max Gräbner hört so was natürlich gerne, zumal er den grundlegenden Wandel in der Spielelandschaft weiter in Richtung Technik fortschreiten sieht. "Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn die Eltern wieder mehr Wert darauf legen würden, den Kindern diese traditionellen Spiele beizubringen." Ratskeller-Chefin Anita Reuther kann ihm da nur beipflichten.

Im Mittelpunkt steht beim Awo-Spieletreff die Geselligkeit - fernab vom einsamen Handy-Geklicke, von der Computer-Tasterei und der TV-Dauerberieselung. "Kinder, Eltern, Großeltern - jeder ist uns willkommen, auch alle zusammen", betont Heinz Nowack und schließt Zuschauer ausdrücklich mit ein.

Nach einer ruhigen Sommer-Spiel-Saison ("Ist doch klar, dass die Leute bei schönem Wetter lieber im Garten oder Schwimmbad sind") hofft er auf neuen und alten Zuspruch im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer und die Abende länger werden.

Der Spieletreff-Beginn ist bewusst auf 17.30 Uhr festgelegt, damit auch berufstätige Eltern und Kinder und Jugendliche, die immer mehr schulisch gebunden sind, daran teilnehmen können. Gegebenenfalls ließe sich sogar über einen anderen Veranstaltungstag nachdenken, so der Awo-Vorsitzende.

Zuversichtlich ist Heinz Nowack, dass sich das Spieletreff-Angebot weiter etabliert. Mit der Seniorengymnastik, den Märchenstunden seiner Frau Marianne, mit dem Kulturtreff und mit den Boccia-Meisterschaften (auch heuer wieder am Kirchweihsonntag, 11. Oktober) sind dem Awo-Ortsverein Stadtsteinach ja schon mehrmals Neustarts mit Veranstaltungen gelungen.


Der Awo-Spieletreff


Termin Jeden dritten Donnerstag im Monat um 17.30 Uhr; nächste Treffen am 16. Oktober
und 20. November.

Ort Nebenzimmer der Gaststätte "Ratskeller" am Marktplatz - es besteht während des Treffs kein Verzehrzwang.

Angebot Gesellschaftsspiele aller Art; Spiele können auch mitgebracht werden.

Kontakt Heinz Nowack, Telefon 09225/6789; Max Gräbner, Telefon 09225/956239.

Service Auf Wunsch Hol- und Bringdienst für den Spieletreff.

Aktionen Max Gräbner bietet während der Öffnungszeiten des Freibads sonntags um 15 Uhr einen Schachtreff für Einsteiger mit Großfiguren auf dem Freibadgelände an.