Februar ergaunerte die Diebesbande 14 Frequenzmodule in Luckau. Den Gesamtwert einschließlich diverser Werkzeuge bezifferte Staatsanwelt Peer auf 17 612 Euro.

Der letzte Diebeszug führte die dreisten Polen nach Edemissen/Wipshausen. Hier wurden 69 Kabelstränge mit insgesamt 289 Metern Länge im Wert von 16 796 Euro sowie ein Außenbordmotor im Wert von 9575 Euro mitgenommen. Die Fahrzeuge für den Abtransport des Diebesguts wurden vorher in Polen von den jeweiligen Fahrern angemietet. Die sechs Angeklagten wurden am 7. März zwischen 2.22 und 2.43 Uhr im Bereich der B 214/Autobahnauffahrt BAB 2 festgenommen. Dabei konnte auch die Beute sichergestellt werden.

Die Angeklagten werden von der Staatsanwaltschaft Bayreuth beschuldigt, durch jeweils selbstständige Handlungen fremde bewegliche Sachen einem anderen in der Absicht weggenommen zu haben, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.
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Schwerer Bandendiebstahl

In der Anklageschrift ist die Rede von gewerbsmäßigem und schwerem Bandendiebstahl sowie Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl in tatmehrheitlichen Fällen.
Die zehnseitige Anklageschrift hatten nicht alle der Männer in der Hand. Richter Michael Eckstein kam ihnen entgegen: "Sie bekommen die Anklage sogar auf polnisch."
Deutlich wurde der Vorsitzende allerdings, als von einem der Angeklagten geschildert wurde, dass man sich vor einer Diebestour immer erheblichen Mut mit Wodka und Bier angetrunken habe. Eckstein: "Die Diebstähle waren mit erheblichen Anstrengungen verbunden, und Sie waren nicht so betrunken, dass Sie nicht mehr in der Lage waren, zu arbeiten."