Klaus Markert, Leiter Montage und Betrieb bei der Telekom, überbrachte im Rathaus Bürgermeister Werner Diersch und der Breitband-Patin der VG Trebgast, Karin Holzbecher, die lang ersehnte erfreuliche Nachricht und meldete die Fertigstellung des neuen Breitbandnetzes.
In Trebgast profitieren über 600 Haushalte von den leistungsfähigen Internet-Anschlüssen. Die Geschwindigkeit der Übertragung erreicht je nach Entfernung zu einem der drei neu installierten Schaltgehäuse (Alter Michelsreuther Weg, Bruckäckerlein, Rathaus) bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde (KBit/s).

Selbst tätig werden


Das Wichtigste dabei: Jeder Teilnehmer, der die neuen Geschwindigkeiten künftig nutzen will, muss von sich aus tätig werden.
Die neuen DSL-Anschlüsse können bereits gebucht werden. Interessierte Internet-Nutzer werden unter der eigens geschalteten gebührenfreien Telefonnummer 08003303000 beraten und können ihren Vertrag umstellen lassen. Sie sollten beim Anrufen wissen, welchen Router sie haben, und ihre Telekom-Kundennummer bereithalten. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom nutzt, kann dort die höheren Internetgeschwindigkeiten bestellen.
Die Bereitstellung ist kostenlos und dauert etwa zehn Tage, da der Servicetechniker körperlich tätig werden muss. Die Verbindung muss aus der bisherigen Vermittlungsstelle in Neuenmarkt entfernt und in einem der neuen Schaltgehäuse in Trebgast aktiviert werden.

Kosten


Markert nannte einige Eckdaten der ausgeführten Arbeiten: Auf einer Länge von 2,6 Kilometern wurden in unterirdischer Bauweise 3,5 Kilometer Kabel in Rohrsysteme eingezogen. Die notwendige Systemtechnik inklusive der Stromversorgung wurde in drei neu erstellten Multifunktionsgehäusen untergebracht. Von den Baukosten in Höhe von 215 000 Euro gehen nach Abzug der staatlichen Förderung (100 000 Euro) noch 89 200 Euro zu Lasten des Gemeinde-Budgets.

Verzögerung


Als Grund für die Zeitverzögerung von fünf Monaten nannte Markert die Tatsache, dass vom 1. Januar bis 31. Mai 2011 vonseiten des Bayerischen Staates keine Förderzusagen gemacht wurden, weil kein Geld vorhanden war. Als danach alle Kommunen gleichzeitig grünes Licht bekamen, war es für die Telekom ganz einfach ein Kapazitätsproblem, alles in dem vorher vereinbarten Zeitrahmen fertig zu stellen.