Dass Polier Johann Lehner und ein Kollege von der Thurnauer Baufirma Angermüller zwei weiteren Kollegen bei der Freilegung des alten Abwasserkanals zuschauen, mag ihnen so manche Spöttelei einbringen. Und hat doch einen triftigen Grund. "Einen Plan für die Leitungen haben wir schon. Aber genau eingezeichnet sind sie nicht", erklärt Lehner und unterstreicht mit einem Fingerzeig auf die in der Baugrube frei hängende Gasleitung, warum bei den Arbeiten äußerste Vorsicht geboten ist. Auch andere Versorgungsleitungen können jederzeit zum Vorschein kommen. Da sind vier prüfende Blicke auf jeden Fall besser als zwei.

100 Meter Baustelle

An die 100 Meter lang wird die rund 2,5 Meter tiefe Baugrube, bis die Kanalerneuerung zwischen dem Abwasserstrang im Lindenweg und der Hauptleitung zur Kläranlage direkt neben dem Bachbett der Zaubach beendet werden kann.