Bürgermeister Günther Hübner (CSU) stellte den Entwurf vor, der unter anderem zwischen der Kreisstraße, die nach Pechgraben führt, und Sandreuth einen neuen öffentlichen Feld- und Waldweg vorsieht. Dieser soll parallel zur Staatsstraße angelegt werden, um die Vielzahl der Feldeinfahrten aufzulösen. Künftig sollen dann von diesem Weg nur noch drei Zufahrten zu den landwirtschaftlichen Grundstücken im Zuge des Straßenausbaus angelegt werden.

Skeptisch zeigte sich Hübner gegenüber dem Vorschlag, gleichzeitig ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren anzustoßen. Dies sei weder eine Aufgabe des Maßnahmenträgers, des Freistaates, noch der Gemeinde. Hübner: "Die Aktivitäten müssen von den Grundstückseigentümern ausgehen.

Auf Widerstand stößt auf jeden Fall die geplante Ausgleichsfläche in der Nähe des Bahnübergangs in Harsdorf, denn dort hat die Gemeinde mit der jüngsten Überarbeitung des Flächennutzungsplans eine gewerbliche Fläche ausgewiesen. Frank Schütz (FW): "Da sind wir dagegen, ganz klar." Wilfried Löwinger (CSU) vertrat die Meinung, dass die Ausgleichsfläche nicht unmittelbar an der Ortschaft, sondern auch außerhalb angelegt werden kann.

Warum auf einem hohen Damm?

Klar ist auch, dass die Gemeinde Harsdorf bis Ende dieses Jahres die Grundstücksverhand-lungen innerhalb von Sandreuth zum Abschluss bringen wird. Die Gemeinde muss hier rund 110 Quadratmeter erwerben. Hermann Hofmann (FW) warf noch die Frage auf, warum die Staatsstraße teilweise auf einem hohen Damm verlaufen muss. Zusammen mit dem parallelen Feld- und Waldweg werde somit ein hoher Landverbrauch erfolgen. Es soll geprüft werden, ob die Staatsstraße in diesem Bereich auf ein niedrigeres Niveau angelegt werden kann.

Im Bereich der Ortsdurchfahrt Sandreuth erwartet das Gremium eine aktive Verkehrsberuhigung. Frank Schütz: "Man baut da eine Rennstrecke durch und hat keine Bremse drin." Nach dem Ausbau wird die Staatsstraße eine Fahrbahnbreite von sechs Metern haben. Hinzu kommt ein beidseitiges Bankett 75 Zentimetern.

Gesundheitsbahnhof: Alles nach Plan

Die Arbeiten am künftigen "Gesundheitsbahnhof" laufen laut Hübner nach Plan. Der Bürgermeister freute sich, dass beim Dachstuhl nicht mit Überraschungen gerechnet werden muss. Konkret: Eine Schädlingsbekämpfung ist nicht notwendig. In Kürze würden das "Stellwerk" wieder aufgebaut und die Vorarbeiten für das neue Treppenhaus getroffen. Die Farbgestaltung für die Außenfassade werde demnächst mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. Im Beisein von Architekt Berthold Just aus Bindlach wurden dann noch weitere Gewerke vergeben.

Mit den Arbeiten für die Abwasserleitung in Altenreuth wurde die Neudrossenfelder Firma Bär beauftragt. Kosten: 186.806 Euro. Damit liege man rund 50.000 Euro über der Schätzung, sagte Hübner, der die ungünstige Phase von öffentlichen Ausschreibungen beklagte: "Es tut weh, dass die Ergebnisse momentan so hoch liegen." Die Mehrausgaben ließen sich aber mit Einsparungen und Mehreinnahmen kompensieren.