Die kleine Rugendorfer Kirche St. Erhard und St. Jakob war mit bunten Blumen geschmückt und voll besetzt. Denn der erste Passionssonntag sollte für die Rugendorfer, Stadtsteinacher, Untersteinacher Christen zu einem Festtag werden. Pfarrerin Sigrun Wagner wurde von Dekan Thomas Kretschmar nämlich offiziell in ihr Amt eingeführt.

Sie bekleidet jetzt die zweite Pfarrstelle Untersteinach. Konkret ändert sich allerdings nichts: Denn Sigrun Wagner ist weiterhin für Rugendorf, Stadtsteinach und Umgebung zuständig.

Sigrun Wagner ist bereits seit September 2016 Pfarrerin in Rugendorf und Stadtsteinach. Sie gibt Unterricht an der Stadtsteinacher Schule und an der Fachoberschule in Kulmbach. "Jetzt nach drei Jahren hätte ich mich auf jede Pfarrstelle bewerben können. Aber ich habe mich entschlossen hier zu bleiben", sagte Pfarrerin Sigrun Wagner mit einem Lächeln. Es ist dieses Lächeln, das ihr bei jung und alt Sympathien einbringt. "Ich dachte mir: Ich bleibe hier, wo es mir gefällt."

Dieser Satz sorgte wiederum für ein zufriedenes Lächeln bei Dekan Thomas Kretschmar und bei den Vertretern der Gemeinden. Landrat Klaus Peter Söllner freute sich vor allem darüber, dass die Pfarrerin, die auch für Stadtsteinach zuständig ist, ein lebendiges ökumenisches Miteinander pflege.

"Es ist für uns wichtig, dass im Pfarrhaus Licht brennt. Das haben wir uns sehnlichst gewünscht", sagte der Rugendorfer Bürgermeister Ralf Holzmann. Pfarrerin Sigrun Wagner lebt mit ihrer Tochter Friede seit drei Jahren im Rugendorfer Pfarrhaus. Sie ist für die Gottesdienste in Rugendorf, aber auch in Stadtsteinach zuständig.

"Es ist gut, dass wir einen Ansprechpartner haben. Und es ist gut, dass wir eine Pfarrerin haben, die wir schon kennen. Das passt", kommentierte der Stadtsteinacher Bürgermeister Roland Wolfrum.

Viele weitere Grußwortredner schlossen sich den politischen Vertretern an. Alle wünschten der Pfarrerin alles Gute, hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

Auch der Leiter der Stadtsteinacher Schule Michael Pfitzner freute sich über die offizielle Ernennung von Sigrun Wagner. Seine Idee wäre es, überkonfessionellen Unterricht in den Schulen anzubieten, erklärte er.

Dekan Thomas Kretschmar erklärte im Installationsgottesdienst : "Der Mensch hat die Freiheit, selbst Entscheidungen zu treffen. Aber er muss dann auch mit den Konsequenzen leben", so der Dekan.

Pfarrerin Sigrun Wagner freute sich über die vielen persönlichen Wünsche und feierte mit der Gemeinde gemeinsam im Gemeindehaus. Persönlich hofft Sigrun Wagner, dass nicht nur ihre Kirchengemeinden so aktiv und lebendig bleiben sollen, sondern dass der Glaube auch die Gemeinschaft außerhalb der Kirche durchdringen möge.