In 14 Stunden Gesamtbauzeit ermittelten auf nur je 16 Quadratmetern sieben Teams die Besten ihres Fachs und realisierten dabei die Planung des Landschaftsarchitekten Florian Breinl aus Reisbach. Der Bayerncup hat sich inzwischen zu einem echten Branchen Event entwickelt.

Die Fachjury mit Roland Ramming bewertete die Leistung nicht nach ausschließlich optischen Gesichtspunkten, sondern vielmehr danach, ob die Regeln der Technik bei den einzelnen Gewerken angewandt wurden. Der bayerische Berufsnachwuchs der Landschaftsgärtner überzeugte, wie Gärtnermeister Roland Ramming feststellte, in einem breiten Leistungsspektrum mit Natursteinarbeiten, verschiedenen Belags- und Holzarbeiten sowie Gehölz- und Staudenpflanzung. Roland Ramming: "Florian Anderl und Maximilian Gerg von der Firma Fuchs aus Lenggries haben sich beim Berufswettkampf der Landschaftsgärtner in den Fischergärten der Landesgartenschau durchgesetzt.
Als Sieger des zehnten Bayerncups werden sie den Freistaat im Herbst beim Bundeswettbwerb vertreten.

Die Wettbewerbstücke von allen teilnehmenden Teams sind während der Gartenschau auf dem Gelände zu sehen." Florian Anderl und Maximilian Gerg sicherten damit der Firma Fuchs baut Gärten GmbH den zweiten Sieg in Folge. Sie überzeugten mit ihrer exakten und schnellen Arbeitsweise die Fachjury mit Gärtnermeister Roland Ramming an der Spitze.

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zeigte sich bei der Preisverleihung beeindruckt von der Leistung der jungen Landschaftsgärtner, "die einen der schönsten und abwechslungsreichsten Berufe haben, die es gibt". Und auch der Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V., Ulrich Schäfer, war von "seinem" Berufsnachwuchs begeistert: "Ihr habt alle einen tollen Beitrag zur Landesgartenschau Deggendorf geleistet".

Roland Ramming ist auch beim Bundeswettbewerb als Juror dabei und wird die Bayernsieger aus Lenggries coachen: "Der Sieger aus dem Bundesentscheid fährt dann nach Brasilien zur Weltmeisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet." Die Berufung von Ramming in die Jury kommt nicht von ungefähr, denn der Gärtnermeister ist in seinem Betrieb Ramming und Tröster, Neuenmarkt/Schlömen, in der Nachwuchsarbeit sehr aktiv und ist auch im Berufsbildungsausschuss des Verbandes tätig.

Roland Ramming zum Nachwuchs: "Er ist gut, aber er wird weniger, weil einfach das selbstverständliche, handwerkliche Geschick nachlässt, weil man als Jugendlicher nicht mehr soviel bastelt, werkelt und murkst wie früher. Heutzutage ist nicht mehr wichtig, wer den besten Pfeil und Bogen macht, sondern wer am Besten im Internet agieren kann. Auf Dauer wird es bei uns mit dem Handwerk ein bisschen weniger werden, weil einfach das Motorische und Kreative fehlt."