Die Burgruine Nordeck, die auf dem Stadtsteinacher Schulgelände nach einem Plan von Roland Ramming nachgebaut wurde und fortan die Schüler zum Toben und Klettern in den Pausen einlädt, ist erst der Anfang. Im nächsten Jahr soll noch eine Seilbahn als Belustigung dazu kommen, versprach Bürgermeister und Förderkreisvorsitzender Roland Wolfrum bei der Einweihung.

Seit Jahren versucht die Schule den Pausenhof attraktiver zu gestalten. "Aber solange die Turnhalle nicht neu gebaut ist, können wir den Pausenhof auch nicht komplett neu anlegen. Das ist das Dilemma", sagte Schulleiter Michael Pfitzner.

So entstand schließlich die Idee, die Burgruine Nordeck in leicht abgewandelter Form nachzubauen.


1,20 Meter hoher Turm


Wochenlang werkelten die Eltern, machten riesige Diabas-Steine klein, setzten sie aufeinander. Kernstück der Ruine ist ein Ringwall aus Diabas mit einer integrierten Betonröhre zum Durchkriechen. Und außerdem ist die Burgruine mit einem 1,20 Meter hohen Turm ausgestattet.

Was man so alles mit einer Burgruine anstellen kann, zeigten die Schüler bei der offiziellen Einweihung am Freitag selbst. Die dritte Klasse ließ zehn kleine Fledermäuse flattern und hatte sich unter der Regie von Wolfgang Anselstetter ein witziges Lied ausgedacht.


Buntes Programm


Die Viertklässer ließen sich einen Sketch über die Burgruine einfallen. Und die dritte und vierte Kombiklasse aus Rugendorf steuerte die Sage der Nordeck bei. Die Erst- und Zweitklässer unter der Regie von Andrea Langer aus Rugendorf hielten den feierlichen Richtspruch und kippten natürlich auch ein Glas "Gänsewein". Und die Zweitklässer aus Stadtsteinach hatten ein Ritterspiel vom "Ritter Klipp von Klappersbach" einstudiert, die erste Klasse ein Lied vom kleinen Ritter.

Pfarrerin Kathrin Klinger und Norbert Förster weihten die Burgruine Nordeck offiziell ein - mit Weihwasser und Segensgebet.


Nutzung als Klassenzimmer


Die nachgebaute Burgruine soll in Zukunft nicht nur als Ort des Vergnügens dienen, sondern auch als grünes Klassenzimmer.

Realisiert werden konnte das Bauwerk nur, weil die Schule Stadtsteinach beim Eon-Wettbewerb den Preis "Schlaugärtner" gewonnen hat. "Das war der Ausgangspunkt für die Burgruine", dankte Schulleiter Michael Pfitzner noch einmal. Und die Eon lud die Schüler auch zu einem kleinen Imbiss.