Sie äußert in einem Schreiben die Erwartung, dass "unsere christlichen Glaubensgeschwister in der Türkei ihren Glauben in Frieden ungehindert ausüben können." Sie bittet den Generalkonsul darum, sich entsprechend einzusetzen.

Unsere Zeitung hatte Ende Februar darüber berichtet, dass in der Zwei-Millionen-Stadt Bursa die letzte christliche Kirche schließt. Zuvor hatten rund 100 katholische, protestantische und orthodoxe Christen von der Stadtverwaltung die Aufforderung erhalten, eine Trägergesellschaft zu gründen, um einen Antrag auf Verlängerung der Nutzungsrechte für das Gotteshaus zu stellen. Obwohl der Antrag gestellt worden sei, so die Regionalbischöfin, sei die Räumung bis zum 26.
Februar gekommen.


Repressives Vorgehen

Dorothea Greiner in ihrem Brief weiter: "Es fällt auf, dass auch die deutsche Gemeinde in Istanbul unter repressivem Vorgehen hinsichtlich ihres Versammlungsortes leidet. Daher fragt es sich, ob dieses Vorgehen Methode hat, um die Ausübung der christlichen Religion zu behindern."

In ihren Augen, schreibt die Regionalbischöfin, sei das Recht auf aktive Religionsfreiheit verletzt und verweist darauf, dass die Türkei Partner Europas werden wolle und sich in einer solchen Situation das Augenmerk besonders auf die Türkei richte.