Zum Bericht "Regierung: Tatsachen verzerrt" schreibt uns Hanns-Georg (Hannsjörg) Schmidt aus Neuenmarkt, ein früherer Lehrer von Ofeliya Guliyeva:

Wie auch immer die Legalität der Abschiebung des 13-jährigen Mädchens Ofeliya Guliyeva und seiner Mutter nach Aserbaidschan betrachtet werden mag, unverzerrte Tatsache ist doch, dass hier ein Kind, für das ich als bis Juli 2017 tätiger Lehrer fürsorgepflichtig war, nach achtjährigem Aufenthalt in Deutschland, hervorragender Integration und musikalischer Spitzenbegabung einfach aus dem Gleis geworfen wird. Ganz abgesehen von der dadurch entstandenen Traumatisierung der bei der Abschiebung voneinander getrennten Kinder.


Formaljuristischer Fehler

Die Regierung von Oberfranken hätte sich vermutlich auch nicht gescheut, Wolfgang Amadeus Mozart des Landes zu verweisen, falls dieser hier als Ausländer gelebt und seine Eltern einen formaljuristischen Fehler begangen hätten.

Dieses Vorgehen ist eine Schande für unseren Regierungsbezirk. Man muss sich schämen, hier in Oberfranken zu wohnen. Und solches Verhalten zeigt, dass wir als christliches Abendland aufgehört haben, uns an den Maßstäben des Evangeliums zu orientieren.

Wir lassen zu, dass Kindern etwas zugefügt wird, das wir keinesfalls unseren eigenen Kindern zugefügt sehen wollen. Die Forderung Jesu aber lautet: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch."