Bezirksvorsitzender Hans-Peter Friedrich hatte nach dem Treffen in die Weinstube des Fränkischen Hofes zu einem Pressegespräch eingeladen und verwies darauf, dass die Sitzung unter einem ungünstigen Stern stand: "Sie ist am Anfang überlagert worden durch die Ereignisse in Paris. Man muss wissen, dass es auch ein Angriff gegen unser Land ist und gegen unsere Kultur. Wir sind alle tief betroffen." Was in Paris passiert sei, könne auch in jeder Stadt in Deutschland passieren. Insofern müsse man jetzt über die Konsequenzen reden. "Das kann politisch nicht ohne Auswirkungen bleiben."

Hans-Peter Friedrich ging dann auf die Entwicklung von Oberfranken ein, die von verschiedenen Faktoren abhängig sei: der Verkehrs- und digitalen Infrastruktur, der Gesundheitsinfrastruktur, aber auch der Bildungs- und Qualifizierungsinfrastruktur. In der Nähe von Hochschulen entstünden neue Unternehmen, und die brauchen qualifizierte junge Leute.
"Wir müssen das Potenzial, das gerade in den ländlichen Räumen qualitativ und hochqualifiziert vorhanden ist, nutzen. Dazu brauchen wir die entsprechenden Bildungsangebote. Das beginnt schon in den Grundschulen."

Der bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Ludwig Spaenle, betonte, dass - seitdem er die Verantwortung im zuständigen Ministerium trage - über 100 Schulen neu gegründet wurden. Allein durch den Beschluss, die Bayerische Mittelschule einzuführen, wurde die Hauptschule weiter entwickelt. Spaenle: "Wir haben so ein dichtes Netz an weiterführenden Schulen im größten Flächenstaat wie in keinem anderen Land. Wir haben 900 Standorte an Mittelschulen und etwa 330 Staatliche Gymnasien. Das heißt, wir investieren in die Infrastruktur."

Die Schließung von Schulen wurde nach den Worten von Spaenle dramatisch zurückgefahren. Man werde aber nie alle Schulen am Leben erhalten können, denn wo keine Kinder sind, könne man auch keine Schule halten.
Zum Institut für Geschichtsforschung im Schloss Thurnau stellte der Minister fest: "Ich halte es für herausragend, dass man hier ein vollwertiges Institut für Fränkische Landesgeschichte und einen ordentlichen Lehrstuhl einrichten wird."

Das angedachte Institut für Geschichtsforschung, das im Schloss Thurnau mit Unterstützung der beiden Universitäten Bayreuth und Bamberg sowie der Oberfrankenstiftung möglichst bald seine Arbeit aufnehmen soll, verspricht nach den Worten des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Ludwig Spaenle, ein Leuchtturm-Projekt zu werden. Der CSU-Bezirksvorstand Oberfranken traf sich am Samstag mit dem Staatsminister zu einem Meinungsaustausch im Rahmen der Bezirksvorstandssitzung.