2. Bürgermeister Harald Peetz (CSU), der für das verhinderte Gemeindeoberhaupt Gerhard Schneider die Übergabe vornahm, lud anschließend noch zu einer Brotzeit in den Rasthof Opel ein. Die Maßnahme hatte insgesamt ein Kostenvolumen von rund 220.000 Euro.

Peetz erinnerte zunächst an die Historie der alten Klosterbrauerei und späteren Landgasthauses Schnös, das im Wege eines Versteigerungsverfahrens im März 2010 an die Gemeinde Himmelkron ging. Peetz: "Da sich leider kein geeigneter Nachfolger für eines der letzten Gasthäuser in Himmelkron fand, haben wir die Möglichkeit genutzt, die Immobilie mit dem Grundstück zu erwerben, um die Straße am Klosterberg nach dem heutigen Stand der Technik auszubauen."

So wurde mit dem Abriss des jahrhundertealten Gasthofes ("Es war das letzte Gasthaus im Ortskern von Himmelkron") die Möglichkeit geschaffen, den Kurvenbereich von der Abzweigung der
Staatsstraße bis zur Einfahrt zum Parkplatz der Himmelkroner Heime zu verbreitern und eine zusätzliche Gehwegverbindung zur Markgrafenstraße hergestellt. Damit wurde vor allem die Verkehrssicherheit deutlich erhöht, so der stellvertretende Bürgermeister, und das gesamte Umfeld hat dadurch an Attraktivität gewonnen. So wurden strukturierte Parkplätze sowie Aufenthalts- und Grünflächen zum Verweilen geschaffen.

Im April 2011 wurde der Landgasthof durch die Firma Veit Vogel, Bayreuth, abgebrochen. 2. Bürgermeister Harald Peetz: "Das hat der Gemeinde damals rund 15.000 Euro gekostet und damit war er Kaufpreis von 11.066 Euro niedriger als die Abbruchkosten."

Mit der Straßenbaumaßnahme wurden auch das Kanalnetz und die Wasserversorgung erneuert. Hinzu kam noch eine neue Straßenbeleuchtung. Um die Grünflächen hat sich der Gartenbauverein Himmelkron vorbildlich gekümmert, wie Harald Peetz feststellte. Und was die schmucke Hinweistafel "Weißer Main" angeht, da dankte 2. Bürgermeister Harald Peetz vor allem der Sachgebietsleiterin am Wasserwirtschaftsamt Hof, Andrea Künzl, die diese Info-Tafel auf Vermittlung von Gemeinderat Hans Matussek anfertigen ließ.

Die Tafel zeigt den"Weißen Main" von der Quelle im Fichtelgebirge bis zum Zusammenfluss in Steinenhausen mit all seinen Zu- und Nebenflüssen. Und passend zur Main-Terrasse stifteten die Himmelkroner Heime auch zwei Ruhebänke. 2. Bürgermeister Harald Peetz: "Ich glaube, das gesamte Ensemble ist ganz gut gelungen und die Verkehrsanbindung ist zeitgemäß. Und jetzt bewahrheitet sich auch der Ausspruch der Markgräfin Wilhelmine vom 20. Mai 1732: Das ist ein reizender Fleck Erde hier in Himmelkron. Das kann man nur unterstreichen und dieser Ausspruch ist auch auf der Info-Tafel zu sehen und zu lesen."

Andrea Künzl vom Wasserwirtschaftsamt Hof verwies auf das hartnäckige Drängen von Gemeinderat Hans Matussek, die Info-Tafel zu errichten. Dabei habe sich auch ihre Mutter mit eingebunden, was die Darstellung der Orte auf der Tafel angeht. Heimleiter Armin Wissel stellte fest, dass mit der jetzigen Verkehrsführung auch eine Erleichterung für die Himmel-kroner Heime eingetreten ist: "Diese Engstelle hier war immer ein Ärgernis."